James Yuill – Turning Down Water For Air

von Hififi am 12. Januar 2009

in Musik!

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James Yuill ist ein unbeschriebenes Blatt, soviel steht einmal fest. Internetrecherche, googlen nach bereits vorhandenen Rezensionen: Fehlanzeige. Ein kurzes Interview wo er gesagt haben soll, er klänge wie The Postal Service, „in etwas lauter und kräftiger“ (nach zu lesen auf Westzeit.de). Passt jetzt nicht so hundertprozentig, spiegelt aber schön die Symbiose aus Singer/ Songwriter und Clubsounds wieder, der er sich verschrieben hat. Manchmal erinnert mich „Turning Down Water For Air“ eher an Whitest Boy Alive, ähnlich verhuscht und fast schüchtern gesungen. Wiederum manchmal an Iron & Wine, die in Aphex Twin einen würdigen Verbündeten gefunden haben. Genug der Vergleiche, der Londoner weiß, was er tut und das soll uns reichen.

Drei Monate hat er an seinem Debüt geschraubt, still vor sich hin, in seinem Schlafzimmer. Ein paar Gitarren, sein Keyboard und natürlich ein Laptop, mit dem er die Beats bastelt. Jeden Abend nach der Arbeit geht es ein Stück voran, nur er und seine zwölf Songs und vielleicht noch Ellie Gray, die er für drei Songs in sein Schlafzimmer gebeten hat, das Ferkel. Unter anderem für „No Surprise“, wo sie die Backings beisteuert und diesen Song noch toller werden lässt, grandios sozusagen. Mein persönlicher Hit des jungen Jahres. So schön minimalistisch, nur getragen durch die verschiedenen Synthie-Schichten und dem gediegenen Dance-Beat. Eigentlich gilt das ja so ziemlich für alle Songs auf „Turning Down Water For Air“, ist so eine Art Credo und gut gemacht allemal. Dann gibt es aber auch noch „How Could I Lose“, welches sehr nach Sam Beam alias Iron & Wine klingt, also ohne Elektronik auskommen muss. Aber auch das klappt bestens und James Yuill muss sich in keiner Weise hinter solchen Referenzen verstecken.

Noch zwei Sachen, die ich erwähnenswert finde; James Yuill hat vorher als Musikscout für eine Werbeagentur gearbeitet… Und auf last.fm nennt jemand seine Musik „Folktronica“, was ich eigentlich arg konstruiert finde (den Begriff an sich) aber in diesem Fall trifft es das Ganze doch recht genau.

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