James Yuill – Movement In A Storm

von Pynchon am 18. Juni 2010

in Musik!

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Mit “Movement In A Storm” setzt der 28-jährige Brite James Yuill den Weg fort, den er mit seinem Debüt „Turning Down Water For Air“ vor zwei Jahren eingeschlagen hat: Eine Mixtur aus akustischem Songwriting und elektronischen Beats, also quasi eine Art „Dance-Folk“. Spontan kommt mir der elektronische Songtüftler Sam Amidon in den Sinn, der vor kurzem sein beeindruckendes Album „I See The Sign“ vorgelegt hat und darin ebenfalls Akustikgitarre mit elektronischen Spielereien paart. Um es kurz und schmerzlos zu machen: An Amidon kommt James Yuill bei weitem nicht heran.

Mein Problem mit James Yuill ist, dass sich der Großteil seiner Songs in dem fatalen Geschmacksbereich „nett und harmlos“ einordnen lässt. So richtig schlecht ist das natürlich nicht, was da zusammen gemixt wird. Yuill liefert eingängige Popsongs, die das Ohr nicht beleidigen, aber eben auch nicht inspirieren. Zu banal kommen die Melodien rüber, die allzu rasch dem Vergessen anheim fallen. Die Elektro-Beats sind ebenfalls absolut 08/15, was man so kennt aus diversen Dance-Produktionen der Charts. Alles in allem hört sich „Movement In A Storm“ dann entgegen seines eigentlich sehr interessanten Genre-Mixes doch alles andere als innovativ oder spannend an. Gefällig und Radio-kompatibel, aber schlichtweg langweilig.

In „Foreign Shore“ durchbricht ein Gesangs-Duett das Dance-Pop-Einerlei für einen Moment, aber selbst das sprudelt harmlos vorüber, ohne einen beleibenden Eindruck zu hinterlassen. Das einzige Stück, das mir ansatzweise gut gefallen hat und qualitativ ein wenig heraus sticht, ist „Sing Me A Song“. Kompositorisch zwar auch alles andere als überraschungsreich, aber ein griffiger Rhythmus und zwischendurch ein feines Gitarrenriff – sowas versöhnt mich. Dennoch, eine ziemliche Enttäuschung!

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