Isobel Campbell and Mark Lanegan – Hawk

von Benjamin am 13. September 2010

in Musik!

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Isobel Campbell schreibt Mark Lanegan wieder ein paar Folksongs auf den Leib und produziert die Tracks dann auch wieder selbst. Das erfolgreiche Duo legt mit „Hawk“ also das dritte Album vor. Wieso eigentlich Duo? Auf „Hawk“ spielen und singen gelegentlich auch andere mit: Willy Mason und James Ilha zum Beispiel.

Irgendwie hat man das Gefühl, dass Isobel Campbell und Mark Lanegan zum Paartherapeuten müssen: Der Pfeffer in ihrer Beziehung fehlt. Ein dramatisch-düsterer Streicherpop-Song im 3/4-Takt wie „Come Undone“ hätte genauso auf den letzten Alben seinen Platz gefunden. Ansonsten geht es musikalisch abwechslungsreich zu: ganz viel Folk (z.B „No Place To Fall“, nicht mit Lanegan, dafür mit Fiddler), klassischer Rock’n’Roll („Get Behind Me“), Country, Gospel („Lately“). Das Album ist zwar absolut hörenswert, aber die Spannung zwischen Campbells süßlich-klarem und Lanegans sonorem Gesang ist nicht mehr so aufregend wie bei der ersten Kollaboration der beiden. Auch die Beteiligung anderer Musiker und die Heterogenität der Stile zerstören die Intimität, die der alte Grunger und die schottische Folkelfe auf „Sunday At Devil Dirt“ erzeugten. Erwähnenswert ist, dass zwei Townes van Zandt Cover zu finden sind, der Rest aber wie immer von Frau Campbell persönlich geschrieben wurde. Es bleibt alles in allem ein ambivalenter Eindruck.

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