Inglow – Till Deaf Do Us Part

von Honk am 8. Januar 2009

in Musik!

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Das Debüt-Album „Till Deaf Do Us Part“ der norwegischen Rock-/Alternative-Band „Inglow“ erschien in ihrem Heimatland bereits im Jahr 2007 mit durchaus beachtlichem Erfolg. Jetzt ist die Scheibe auch im deutschen Markt angekommen. Die Promotour im Januar wird allerdings nur 10 Tage andauern, was vermutlich dem Umstand geschuldet ist, dass das zweite Album in diesem Winter in Norwegen erscheinen soll (oder bereits erschienen ist). Das Album ist ausserdem nur bei iTunes zu erwerben. Das nennt man wohl eine defensive Vermarktungsstrategie.

Der Waschzettel ist dagegen nicht so zurückhaltend: „Wer Bands wie Incubus, Tool, Muse oder die Deftones mag, sollte […] Inglow […] nicht verpassen!“ Um sich eine Vorstellung davon zu machen, was die vierköpfige Truppe einem an musikalischer Unterhaltung anbietet, ist diese Aufzählung auch wirklich zu gebrauchen. Vor allem Incubus scheint es den Norwegern angetan zu haben, denn der Sound ist fast zum verwechseln ähnlich. Um ein Mischungsverhältnis anzugeben würde ich sagen, man nehme sechs Teile Incubus, jeweils anderthalb Teile Muse und Deftones und einen Teil Tool. Wenn man das dann kräftig schlägt, könnte Sahne daraus werden – oder Butter. Was „Inglow“ im Vergleich zu den anderen Bands etwas abgeht ist der Abwechselungsreichtum innerhalb des Albums und/oder innerhalb der einzelnen Songs. Um es überspitzt auszudrücken hätte es vielleicht auch gereicht einen Rocksong aufzunehmen den man sechs mal auf die Scheibe presst und eine Rockballade die vier Mal draufkommt. (Ok das war jetzt vielleicht etwas hart.) Wem der Output von Incubus und Co. nicht ausreicht und mehr von dem Stoff sucht, der findet in „Till Deaf Do Us Part“ mit Sicherheit eine solide Rockplatte vor. Wer aber die Originalität der genannten Bands schätzt, der findet hier wohl kein neues „Original“.

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