Ikaria – Luxembourg

von Benjamin am 28. Juni 2010

in Musik!

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Ikaria legen mit Luxembourg ein richtig gutes Zweitwerk vor! Mit der Fokussierung auf Indie-Pop und dem Verzicht auf Krach- bzw. Schreiausbrüche, wie es sie auf dem Debüt noch gelegentlich gab, macht sich die Berliner Band auf, die neuen Lieblinge des Indie-Pops mit Postrock- und Shoegaze-Einflüssen zu werden.

Interessanterweise klingen Ikaria weiter nach Ikaria, nur der Gesang scheint tiefer. So erinnert der Opener „Parabolic“ auch eher an The National. „Interference“, Song Nummer zwei, bekommt einen leichten New Wave Einschlag. Ikaria bedienen sich an den verschiedenen Genres, so dass ihre Songs seltsam vertraut klingen. Aber es klingt nicht nach billigen Kopien. „The Waitress No.1“ klingt dann auch nach den frühen 1980ern. Aber auch hier schaffen es Ikaria, die Plagiatsvorwürfe gar nicht erst aufkommen zu lassen. Beim letzten Album kamen häufig The Notwist Vergleiche, um den Sound zu beschreiben. Es gibt auch auf „Luxembourg“ Elektrospielereien, vertrackte Rhythmuswechsel und großartige Melodien: Popentwürfe von verstörender Schönheit. Ikaria haben dem guten Debüt einen würdigen Nachfolger beschert: Poppiger und gleichzeitig die Selbstständigkeit bewahrend. Absolut hörenswert!

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