Ikaria – Kamp Bielefeld, 14.5.2009

von Benjamin am 18. Mai 2009

in Feierlichkeiten

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Als erstes mischt sich ein ungutes Gefühl in die Vorfreude auf die Postrock-Popcombo aus Berlin: Ikaria und die Vorband Jaroslaw müssen im Keller des JZ Kamp aufspielen. Schon bei der Vorgruppe zeigen sich erste Probleme: Der Gitarrist streichelt mit seinem Haupthaar die Decke und der Sänger kann trotz aller Bemühungen nicht gegen den schlecht abgemischten Sound ansingen. Ansonsten bieten Jaroslaw den gewohnt soliden, aber belanglosen Powerpoprock.

Der Hauptact Ikaria hat ebenfalls mit Soundproblemen zu kämpfen und so werden ausgefeilte Songs, wie sie von der CD bekannt sind, zu einem anstrengenden Brei. Sänger Hendrik Schäfer wird zu einem gummiartigen Spring-ins-Feld und es grenzt an ein Wunder, dass er im Kabelsalat nicht stürzt. Seine Vocals wurden durch die erwähnte miese Abmischung verhunzt. Bassist und Co-Sänger Jean-Jacques Schwenzfeier konnte sich lediglich helfen, in dem er teilweise brüllte. Vor allem als er für den Song „Tenable Sedation“, welcher stark an The Notwist oder auch Aereogramme erinnert, die Hauptvocals übernimmt, wird das deutlich. Das postrocktypische lautleise Wechselspiel in Instrumentierung und Gesang zieht sich durch das Konzert. Auch wenn es hier schon oft erwähnt wurde: trotz aller Anstrengungen konnten die Bands nicht gegen die äußeren Umstände (Kellerraum, nur kleines und schlechtes Mischpult) ankämpfen.

Foto: Bandhomepage

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