Ich und mein Tiger – Was uns bleibt

von Pynchon am 25. März 2011

in Musik!

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Meine ersten Assoziationen beim ungewöhnlichen Bandnamen kommen aus der Welt der Literatur, also etwa der Bestseller „Schiffbruch mit Tiger“ oder der Klassiker „Drei traurige Tiger“ von Guillermo Cabrera Infante. Ob das Trio aus Bremen sich auch hat literarisch inspirieren lassen ist ungewiss, aber ein besonderes Faible für Poesie und tiefgründige Texte ist in ihrem sieben Stücke starken und gut dreißig Minuten langen Album „Was uns bleibt“ offenkundig.

Ich und mein Tiger liefern gefühlvollen Akustik-Pop, der von einem Streichquartett verfeinert wird. Die Melancholie des Alltags, in bewährter Manier und mit eher unspektakulärer, in den hohen Passagen arg kämpfender Gesangsstimme vorgetragen: „Und der Tag neigt sich langsam dem Ende entgegen, „Schau nach Osten, Süße! Es wird noch Regen geben“, schnell ein Becks am Eck“.

In „Es ist“ und „Topfschlagen mit Schnecke“ geht es um die Verwirrungen der Liebe, von zarten Gitarrenzupfern und Streicherklängen untermalt, in „Schwäne“ um die Trauer des Verlassenwerdens, in „Erdbeergrau“ um Einsamkeit. Keine Frage, Tristesse und Schwermut sind die beherrschenden Themen. Insgesamt durchaus sympathisch, aber musikalisch auch ein wenig langweilig und auf Dauer zu eintönig.

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