Hundreds – dto.

von Hififi am 21. November 2008

in Hausmusik

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Was ich besonders schön finde, immer wieder und bei den unterschiedlichsten Musikrichtungen, ist Abwechslungsreichtum. Denn auch, wenn Hundreds ihr Schema bereits gefunden haben, sind die sechs Songs ihrer selbstbetitelten EP immer noch verdammt unterschiedlich und vor allem eigenständig.

Das ist schon eine kleine Reise durch die elektronische Musikgeschichte, auf die uns die Milners hier schicken. So zwischen Dance und Ambient, zwischen Trip Hop und Pop geht hier einiges, ohne jemals ganz klar Flagge zu hissen, oder sich gar festzulegen. Wieso auch? Es geht dann auch gleich mit einer kleinen 90er-Jahre Hommage los. „Song For A Sailor“, Opener und inoffizielle Hit-Single, treibt mit einem typischen Dance-Beat ganz klar Richtung Tanzfläche und neckt sich ein wenig mit Evas kokettierend nüchternem Gesang. An vierter Stelle schlägt „Grab The Sunset“ grob in die gleiche Kerbe, bloß ist der Beat dieses Mal um einiges technoider, also muss das Tanzbein wieder still stehen. Muss ja auch nicht sein, eigentlich soll hier eher zugehört, genossen und vielleicht entspannt werden. „I Love My Harbour“ ist dafür prädestiniert, denn es werden gleich zwei Gänge zurück geschaltet und irgendwann versetzt Evas hypnotischer Gesang seinen Hörer eh in Trance. Für mich ganz klar das beste Stück! Eigentlich ist in meinen Augen dies die Stärke dieses Tonträgers, ruhige, ungemein melodiöse Stücke, die von Evas einzigartigem Gesang getragen werden, wohin auch immer, jedenfalls weit weg von hier. Nichts gegen „Wait For My Raccoon“ und „Goodbye Iokaste“, die hier nur noch kurz Erwähnung finden sollen, aber das ist es für mich. Hundreds sind mir in letzter Zeit so ans Herz gewachsen und vor allem, diese beiden, eben erwähnten Songs, dass ich nur ganz schlecht darüber schreiben kann/konnte. Mir fehlt mittlerweile einfach die Objektivität.

myspace.com/twohundreds

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