Hope I Die Virgin – Is Forever No Way

von Benjamin am 6. August 2011

in Musik!

Post image for Hope I Die Virgin – Is Forever No Way

Die Norweger verwirren auf ganzer Linie: Nicht nur der Bandname Hope I Die Virgin lässt Raum für Spekulationen und Irritationen, auch musikalisch ist auf “Is Forever No Way” wenig eindeutig. Aber wahrscheinlich ist es genau das, was die Band will: die Hörer mit einer Mischung aus New Wave, Post Rock und Shoegaze immer wieder auf falsche Fährten locken.

Hope I Die Virgin schreiben gelegentlich normale Songs mit Strophe-Refrain-Schema und geben so Haltepunkte in ihren Klanglandschaften. Meistens ist es jedoch so, dass eine klare Songstruktur nicht erkennbar ist. Als geübter Musikhörer benötigt man die auch nicht. Bei “Acid Lake” hört man zum Beispiel Synthesizer-Dudeln, einen geslappten Bass und mehrstimmigen Gesang und eine Struktur. “Andres Giaever (Interstellar Duke)” nimmt den Hörer dann mit auf eine Reise in ferne Welten. Aber es ist durchaus spannend. Manchmal treiben es die Norweger zu weit: es wirkt nicht mehr wie ein Musikstück sondern eher wie ein Klangkonstrukt, wie z.B. “Cogs”. Überhaupt ist das große Manko der Band, dass sie sehr perfektionistisch arbeitet und Musik als große, abstrakte Kunst begreift. Die Herangehensweise ist fern von Authentizität, die Musik von daher ist nicht unbedingt schlüssig. „Is Forever No Way“ wird so zu einer schwierigen Platte, auf der man zwar viel entdecken kann, ein Moment der Vertrautheit sich aber bei mir nicht einstellen will.

Share Button

{ 0 Kommentare… add one now }

Einen Kommentar hinterlassen

Previous post:

Next post: