Honningbarna – dito.

von Pynchon am 9. November 2011

in Musik!

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Honningbarna ist norwegisch und bedeutet „Honigkinder“. Die Kinderchen, sechs an der Zahl, kommen aus Kristiansand und stehen laut Pressetext für „genau die Art von Jugendbewegung, nach der alle schreien“, „cooles Hipstertum gepaart mit wütendem Protest“ und zugleich für „die nächste Hippiegeneration“. Finde ich großartig, da ist ja die gesamte Palette abgedeckt und für jeden was dabei!

Die Mucke selbst ist weniger modern oder innovativ als gedacht, liefert aber klassischen Hardrock mit den üblichen Zutaten, grundsolide und energisch vorgetragen, allerdings ohne nennenswerte musikalische Ideen – eher brave Hausmannskost. Auf textlicher Ebene wird das Protestimage gepflegt, die Songs beschäftigen sich unter anderem mit der „Bourgeoisie undankbarer Söhne“ (aus dem Norwegischen übersetzt, aber nicht von mir), etwas heiser rausgeschrieen und mit routinierten Riffs und Schlagzeugeinsätzen begleitet.

Alles in allem wirkt sich die musikalische Abgedroschenheit, das pure Nachspielen abgenudelter Songstrukturen spätestens ab Mitte des Albums ziemlich ungünstig auf meine Aufmerksamkeit aus. Ich will den „sechs jungen Kids“ (Pressetext) ja nichts Böses und will auch der Jugendbewegung keinesfalls im Wege stehen, zumal wenn sie im Herzen die nächste Hippiegeneration darstellt, aber so langweilig und einfallslos wie heute war die Jugend wohl selten zuvor.

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