Home Of The Lame – Sing What You Know

von Benjamin am 25. Februar 2008

in Musik!

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Home of the Lame: unter diesem Namen ist Felix Gebhard früher alleine mit seiner Gitarre aufgetreten und hat ein Album und eine EP aufgenommen. Sing what you know wird in Bandstärke eingespielt und herauskommen Popsongs. Gebhard erzählt weiterhin schöne Geschichte zum Nachdenken und Träumen, aber man muss die Frage stellen, ob die Erweiterung Home of the Lames zur Band nicht die Intimität einiger Songs raubt?!

Wie so häufig bei Singer/Songwritern funktioniert hier vieles über die Texte. So erklärt Gebhard in „The Radio“, was er an eben diesem Medium nicht mag: Er sieht Musik als Kunstform und daher sind die Radiosongs Gift in seinen Ohren. Ironischerweise ist genau dieser Song so radiotauglich wie Fury in the Slaughterhouse-Nummern. Irgendwie lässt sich das Album nicht fassen, so glatt scheint es zu sein. Meistens finden sich aber kleine Überraschungen wie der kurze Trompetenpart im Opener „old Songs“. Ansonsten gibt es Folk und Country mit Popappeal. Doch, es gibt Highlights: „Maria“ ist ein Liebeslied wie ein Frühlingstag. Das gehört auf ein Mixtape, wenn man verliebt ist. „Engine“ ist sogar tanzbar. Was das Album auszeichnet ist die Verbindung zwischen Text und Musik. Das Gefühl erschöpft aber glücklich zuhause anzukommen, drückt sich bei „After Travelling“ auch musikalisch aus. „Big machines“ besticht durch fröhliche Gitarrenmelodien, die – ebenso wie der von Hammond-Orgel begleitete Refrain – schnell in den Gehörgängen hängen bleiben. Zum Abschluss des Albums stehen wieder Akustikgitarren im Vordergrund. Da zeigt sich die Stärke in Gebhards Songwriting: in den ruhigen und intimen Parts entfalten sich seine Geschichten, die wirklich sehr hörenswert sind. Der Rest ist fürs Radio…

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