Holly Miranda – The Magician's Private Library

von Benjamin am 12. März 2010

in Musik!

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Was Dave Sitek anfasst, das verspricht spannend zu werden. Seine Produktionen sind überaus vielschichtig. Eine Herausforderung ist es, alle Elemente zu erkennen, manchmal auch ein Spaß. Richtig gut ist es, wenn einem erst beim xten Durchlauf bewusst wird, welche Instrumente man da eigentlich grad hört. So wie beim Debüt von Holly Miranda.

Bei der musikalischen Einordnung bereitet mir The Magician’s Private Library allerdings Schwierigkeiten. Holly Mirandas Songs bereiten oft wohlige Schauer. immer ein wenig düster, aber durchaus auch hoffnungsvoll. Es sind keine Popsongs, obwohl es Elemente hat, Folk ist es auch nicht. Das Artwork der CD gibt eigentlich den Hinweis zur Musik: Ein Mädchen im weißen Kleid schlummert barfuß im Gras. Es ist dunkel und mehrere Pfeile stecken in der Erde neben ihr. Eine bedrohliche Situation, jedoch schläft das Kind friedlich. Das Foto ist ästhetisch anspruchsvoll komponiert, wie die ganze Papphülle. So ist es auch mit der Musik: Unglaublich stimmig setzen Bläser ein, auch die Glockenspiele, Synthesizer, Gitarren, Streicher. Dazu entführt uns die vielseitige Stimme Holly Mirandas in Traumlandschaften. Unbedingt gesagt werden muss aber auch: das Album ist durchaus schwierig. Eben weil Holly Miranda immer wieder verstört. Zum Beispiel dominieren elektronische Beats und Synthies den Song „No one just is“. Und zwar so, wie man es vorher nicht erwartet hätte, aber auch so, dass der Song genau an diese Stelle des Albums passt. Jeder Effekt sitzt, alles passt, aber nichts gibt das Geheimnis preis. Alpträumerisch schön, verstörend schwierig, faszinierend.

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