High Hats – Too Much Is Never Enough

von Sterereo am 18. April 2008

in Musik!

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Würde Brain Wilson die „High Hats“ hören, würde er wohl geradewegs zurück ins Bett steigen. Vom drei-akkordigen Grundgerüst schütteln die schwedischen Pop-Punker bemühte Strand- und Sommersongs, die absichtlich nach den „Beach Boys“ klingen und vom Klebstoffschnüffeln handeln.

Uninspiriert schallern die vermutlich gänzlich ungebräunten Nordlichter ihre Ramones-Akkorde runter, bevor Sänger Magnus seine Mini-Chöre näselt. Dabei zieht er die letzte Silbe(eee) dermaßen in die Länge, als ob die armen Phoneme Zinédin Zidans Schwester beleidigt hätten.

Dazu paart sich unfreiwillig komisch die rotzige Punk-Attitüde mit dem kalifornischen Grundgefühl des Venice-Beach: „The summer is here, but I don’t care/I’m in my room, sniffing glue“. Na, herzlichen Glückwunsch.

Trotzdem blitzen manchmal Momente durch, die entfernt an Weezer erinnern – wenigstens das sind nämlich echte Kalifornier. Doch an Eigenständigkeit und letzter Abgeklärtheit mangelt es den „High Hats“ bei ihrem Debüt. Manches wird schon richtig gemacht, die Songs bemühen sich um den Hörer durch ihre Eingängigkeit, doch in der letzten Konsequenz fehlt einfach noch ein enormer Schritt zu den weit entfernten Helden vergangener Tage. Da helfen auch die Lobeshymnen auf die Drogen nicht weiter.

Also Jungs: Uhu-Flasche zudrehen und Finger Weg von den „Beach Boys“!

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{ 3 Kommentare… read them below or add one }

1 Iain April 18, 2008 um 15:12 Uhr

aber brian wilson lebt doch noch!?

2 Sterereo April 18, 2008 um 15:25 Uhr

Stümmt! Bin beim nachblättern wohl in die Reihe von Carl gerutscht. Ich änder das Mal, will ja niemanden für Tod erklären…!

3 Iain April 18, 2008 um 15:30 Uhr

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