Hatebreed – dto.

von JonesKorn am 13. November 2009

in Musik!

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Mit etwa 15 Jahren Bandgeschichte sind die US Amerikaner längst keine Unbekannten mehr im Musikgeschäft. Bis 2009 haben sie allerdings auch erst vier Alben herausgebracht, zusätzlich Demos, Splits und EPs. In 2009 kommen dann gleich zwei Langspieler auf den Markt, um den geneigten Musikfan zu beglücken.

Bei dem bereits im Mai dieses Jahres erschienene Album „For The Lions“ handelt es sich um ein reines Cover Album, auf dem überwiegend Metalgrößen von Slayer über Obituary bis hin zu Metallica gehuldigt wird.

Das selbstbetitelte Album „Hatebreed“ kommt jedoch mit neuem eigenem Material und neuer Frische daher: neben genreüblichem Geschrei warten hier immer wieder Gesangspassagen auf den neugierigen Hörer – und das klingt gar nicht mal schlecht. Die oben genannten und gecoverten Bands offenbaren denn auch schon, dass Hatebreed einem nicht geringen Einfluss aus dem Metal unterliegen und auch das tut der Musik hörbar gut. Trotzdem schaffen es nur fünf der insgesamt vierzehn Titel über die 3-Minutenmarke.

Eröffnet wird der Reigen von passablen aber eher unauffälligen Titeln, wie es sich zur Einstimmung am Anfang eines Albums vielleicht aber auch gehört. „Become the fuse“, das zu 90% aus Refrain zu bestehen scheint, sowie „Not my master“ transportieren reichlich Energie und Schweiß mithilfe von treibendem Schlagzeug und schönen Riffs auf die Tanzflächen, wobei „Not my master“ noch etwas aggressiver und schneller als der Opener zu Werke geht. Etwas ausgefeilter wird es dann beim folgenden Titeln, der weniger „typisch Hatebreed“ klingt, aber zu überzeugen weiß: „Between heaven and a heartbeat“ lässt sich schlicht mehr Zeit um sich zu entfalten und will stärker nach Metal klingen. Den ersten wirklichen Kracher, der einzig dafür geschrieben scheint live gespielt zu werden, landen sie dann mit „In ashes they shall reap“. Insgesamt der stärkste Titel des Albums, der inklusive Mitgröhllyrics Born to bleed / Fighting to succeed / Built to endure / What this world throws at me jeden Moshpit zum beben bringt. Und auch aus der Konserve macht der Song richtig Spaß…

Danach folgen zunächst wieder typische Hardcore Tracks mit z.T. auch weniger starken Lyrics, von dem „Everyone bleeds now“ vermutlich den Tiefpunkt des Albums markiert. „No halos for the heartless“ bietet wieder einen kurzen Ausflug in den Metal und reichlich „wohoohoo“. Richtig rhythmisch und griffig wird’s bei „Every lasting scar“: das ganze klingt auch etwas nach Punk Rock, das will aber ganz hervorragend passen und ist ebenfalls ein Glanzlicht auf dem Album.

Die absolut positive Überraschung ist aber das über vierminütige Instrumentalstück „Undiminished“, das ich so auf keinem Hatebreed Album erwartet hätte. Vielleicht haben sie sich dabei sogar noch etwas zu wenig getraut, denn erst gegen Ende dieses Stücks zeigen Hatebreed, dass sie auch ganz großartigen Metal spielen können und ihre Instrumente gut beherrschen.Mehr davon war mein erster Gedanke, selbst die ruhige Klavierpassage gegen Ende wirkt nicht etwa wie ein abgenudeltes Stilelement zur Erzeugung eines scheinbaren musikalischen Gegensatzes, sondern schafft es gerade durch den kurzen Einsatz einen entscheidenden Akzent zu setzen.

Nachfolgend werden wieder zwei Core Alibititel eingeschoben, die gleichzeitig den Schlusspunkt markieren, die aber immer noch stärker sind, als das was die meisten Genrekollegen von sich geben.

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