Great White Shark – Bring Us Back Together

von am 2. November 2011

in Musik!

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Von London nach Berlin, von Shakespeare zum Rock’n’Roll-Bingo, aus dem Pop in den Pop. Adam Neil und Jack Wharton haben mit ihrer Band Eight Legs bereits bewiesen, dass sie im Eklektizismus zuhause sind. Bisher klang das nach Smiths, Cure und Punkroots. Jetzt sind sie nach Berlin gezogen (Welcher Musiker wohnt da eigentlich mittlerweile nicht? So langsam entwickelt sich die Hauptstadt zum Proberaum der Welt.), und haben dabei gleich einen neuen Sänger mitgenommen. Die süße Melancholie ist auch bei Great White Shark geblieben, zusätzlich ist mehr Hall ins Spiel gekommen. Allerdings nicht der momentan wieder so angesagte, haushoch aufeinandergestapelte Shoegazing-Sound, sondern eher der etwas unfertig klingende End-Achtziger/Anfang-Neunziger-Hall, bei dem man nicht immer genau wusste, ob das beabsichtigt war, oder der Typ am Mischpult in den entscheidenden Phasen gerade pinkeln war. Die Band selbst bezeichnet ihren Sound als „baggy“, womit sie vor allem auf die Britpopwelle der Neunziger verweisen wollen. Allerdings erinnert die vorliegende EP eher an die perlenden Gitarrenbands fünf bis zehn Jahre früher: „Talk To Me Again When You Are All Messed Up“ klingt angenehm nach dem neuseeländischen Kultlabel „Flying Nun Records“ – vor allem an die beiden Labelflagschiffe The Chills und The Clean. Mit den vier Songs haut die Band erfrischend wenig auf die Kacke und schmeißt einfach ein paar Poptunes auf den Markt, die Spaß machen. Dass Eddie Argos das EP-Cover gestaltet hat, lassen wir jetzt einfach mal unter den Tisch fallen. Spielt nämlich keine Rolle.

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