Grandaddy – Just Like The Fambly Cat

von Benjamin am 28. Mai 2006

in Musik!

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Grandaddy hinken der Genialität ihres ersten Albums „Under the western freeway“ nun schon seit 3 Alben hinterher. Nur das Folgealbum „The Sophtware Slump“ konnte noch annähernd an „Under the western freeway“ anknüpfen, doch auch schon auf „The Sophtware Slump“ kündigte sich an, was sich auf „Sumday“ und aktuell auf „Just like the fambly cat“ manifestierte. Weiterentwicklung kann man das einfach nicht nennen, dafür sind die verwendeten Elemente doch zu gleich, eher fand bei Grandaddy eine Auswaschung statt, ein Verbleichen der wunderschönen Farben, die „Under the western freeway“ waren. Auf „Just like the fambly cat“ versuchen Grandaddy jetzt durch Färbemittel wie „50%“ die Musik wieder zu kolorieren, das stößt jedoch beim Hörer nur sauer auf, wenn gleich darauf wieder ein einschläferndes Lied wie „Guide down denied“ folgt. Eigentlich beginnt das Album mit „What happened?“ eigentlich vielversprechend, wirken solche Intros mit (wahrscheinlich eigens aufgenommenen) Kinderstimmen immer wie ein Versprechen auf Anspruch, jedoch verliert sich diese Hoffnung schnell in der Beliebigkeit von „Summer… it’s gone“ oder „Rear view mirror“. Hier werden die Schwächen von Grandaddy nach dem 1. Album immer wieder sichtbar. Die Mischung aus Akustikgitarren und flächig gehaltenen schnarrenden Synthies ist einmal zu oft angerührt worden, und auch ein vielversprechender Anfang bei „Elevate myself“ verliert sich in einem Mittelteil der nur Ratlosigkeit vermittelt. Wohin mit der guten Idee, wenn man sie nicht quer durchs ganze Lied ziehen will und eine Bridge braucht? Darauf wußten Grandaddy beim 1. Album noch eine Antwort, jetzt haben sie keine mehr. Vor allem die Rhythmussektion scheint bei Grandaddy vollkommen eingeschlafen zu sein. Hier wird nur noch untermalt, nicht mehr mitgespielt. „Under the western freeway“ ist ein Meilenstein und wird es immer bleiben. Vielleicht wiegt so etwas einfach zu schwer auf den Schultern einer Band. Ganz nebenbei bemerkt wirkte es ziemlich komisch, vor dem Release zu erfahren, dass sich Grandaddy aufgelöst haben. Es ginge angeblich ums Geld, aber vielleicht haben sich die Jungs auch einfach nur angeödet.

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