Grampall Jookabox – Scientific Cricket

von Hififi am 17. Januar 2011

in Musik!

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Eklektischer lässt sich nicht mehr zur Tat schreiten, als es David Adamson hier vorführt. Er vollführt hierbei einen beachtlichen Spagat zwischen so ziemlich allen erdenklichen Stilen und Einflüssen, wo zwar alles irgendwie einem gewissen Verständnis für Folk entspringt, der aber wie wild Wechselbälger in die Welt setzt, die sich wiederum mit allem paaren was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Promiscuous Folk Music, wenn man so will.

Und um das Ganze irgendwie zu benennen seien einmal zwei Ausnahmeerscheinungen der alternativen Musikhistorie angeführt, die scheinbar nicht recht zusammenpassen mögen: Damon Albarn und Beck Hansen. So bodenständig der Eine um so abgehobener der Andere (Scientology lässt grüßen) und so auch die Musik des Herrn Adamson. Unter dem kryptischen Pseudonym Grampall Jookabox tummeln sich vierzehn der eben erwähnten Wechselbälger, die nur ihre Lo Fi-Attitüde und der Wunsch den Hörer zu verwirren, eint. So etwas klingt einerseits nach The Coral („Take Me From Diamond Head“), andererseits nach dEUS („Rusty Wife“), deren eigenen Hang zum Eklektizismus schon einberechnet. Wohingegen „Ponta“ unter Umständen in der Form sogar auf einem Gorillaz-Album sein könnte, wo wir wieder bei Damon Albarn wären. Ansonsten mäandert das Schiff „Scientific Cricket“ gerne einmal zwischen völlig weirdem Hip Hop („Brick People Chant“) und Helium Stimmen-Folk („We’re The Small Windows“) hin und her ohne dabei zu kentern. Ein bemerkenswertes Phänomen, die Tatsache bedenkend, dass der aus Indianapolis stammende Adamson es durchaus versteht packende Melodien zu schreiben.

Auf last.fm hat ein User „Pipe Smokers Music!“ gepostet, und jawohl, genau das trifft den Nagel auf den Kopf.

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