Grails – Deep Politics

von Benjamin am 9. März 2011

in Musik!

Post image for Grails – Deep Politics

Grails sind eine reine Intrumentalband. Da werden einige sofort weghören wollen, aber dieses Quartett aus Portland, Oregon. Musikalisch gibt es zwar keine Verwandtschaft zu den liebsten Indierockern dieser Stadt, The Thermals, die musikalische Qualität ist aber ähnlich hoch. Grails bieten dem Hörer auf „Deep Politics“ eine Mischung aus Drone Metal, Psychedelic und Post Rock mit Weltmusikeinflüssen.

„Future Primitive“ als Opener zeigt direkt den Weg auf. Klanglandschaften werden erzeugt, die Einflüsse metallischer Musik sind aber eindeutig zu hören. „All the Colors of the Dark“ könnte auch auf einem Soundtrack zu finden sein. Schön düster wird eine Endzeitstimmung erzeugt. „Corridors of Power“ ist wieder so ein Stück voller Ideen und Instrumente: zu einem Drumcomputer wird an Synthies geschraubt, (Pan-)Flöte und Klangspiele gespielt. Das ganze baut sich auf und erzeugt im Kopf eine düstere Landschaft, von Menschen und Katastrophen zerstörte Natur. Komischerweise funktioniert „Deep Politics“ als Nebenbei-Musik und Intensiv-Hörmoment. Auch interessant: die langen Stücke sind sehr kurzweilig und ausgerechnet beim kürzesten Song „Daughters of Bilitis“ hat man das Gefühl, dass der Song ewig dauern würde (ist aber auch nicht langweilig). Mit „Deep Politics“ schaffen Grails etwas, was experimenteller Instrumentalmusik nicht oft gelingt: Man hört es auch öfters hintereinander und kann sich immer wieder aufs Neue dafür begeistern! Ich zumindest.

Share Button

{ 0 Kommentare… add one now }

Previous post:

Next post: