Grafstrøm – dto.

von Hififi am 27. Juli 2011

in Musik!

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„Schreibt die Parolen an jede Wand!“, um Ton Steine Scherben zu zitieren. Grafstrøm kultivieren den Imperativ! „Los, los Champion!“ Untermalt mit dringlichen Beats und durchdringenden Synths. „Rückstoß, Rückstoß, fertig los!“ (aus „Ping Pong)“. Dawai, dawai! Jalla! Jalla! Stillstand ist der Tod!

„Schibboleth“ hält außer Halbsätzen wahre Weisheiten parat: „Halt dein Gesicht immer aufrecht, halt es in den Wind und lass dich nicht unterkriegen“. Na klar, dass ist keine Ja, Panik-Lyrik, aber es sind wahre Worte, Plattitüden aufrecht ausgesprochen und mindestens genauso gemeint. Gitarren, die dem Durchsetzungsvermögen der furztrockenen, fies programmierten Synthie-Schleifen gerecht zu werden versuchen, wird ein gröhlender Bass unterstellt; zusammen ergibt es einen durchaus hassenswerten Brei aus allen möglichen, jemals gehörtem Noise-Indie-Electro-Clash-Zutaten. Aber, und das macht es halt schon wieder so sehr erträglich, es klingt differenziert, die Instrumente sind gut aufgenommen, im Prinzip lassen sich einzelne Spuren erkennen, das ist interessant, der Clash, ist kein Clash mehr, Klassizismus im Cross Over. Schrott dann allerdings „Das Ding hier geht nicht“, jawohl, Ausrufezeichen dran, lassen wir so stehen. Der Hiddenpanda-Remix zu guter letzt ist gut; Claps, flimmernde Beats, kann man so stehen lassen. Ausrufezeichen dran, Haken auch!

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