Golden Silvers – True Romance

von Hififi am 10. Juni 2009

in Musik!

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„True Romance“ heißt das Debüt der drei Londoner (woher auch sonst?) und so klingt es auch: Hoffnungslos romantisch, allerdings nicht naiv, vielleicht einfach nur ein wenig kitschig. Tanzbar allemal und zu jeder Zeit, es leben die 80er (was auch sonst?) und die Anfänge des Disco kommen ebenfalls nicht zu kurz. Klingt irgendwie antiquiert? Ist es auch, soll so, muss so.

Erster Eindruck: „The Story I Heard“ ist „Let’s Dance“ vom Bowie David entliehen, kann dafür aber mit mehr Abwechslung und einer Hip Hop-Einlage glänzen. Und dieser Song muss einfach auf die Tanzflächen! „Paint Or Pollen“ wiederum ist bei Vampire Weekend in die Schule gegangen und demonstriert intelligentes Songwriting mit treibenden Beats und Rockabilly-Chören.

Aber erstmal zum Gesang von Gwil Gold, der mäandert zwischen Gruff Rhys (Super Furry Animals) und Patrick Watson hin und her, bis „Things I Cannot Recall“ ertönt und nur noch einen Vergleich zulässt, den zu Morrissey. Jetzt sind wir endgültig im Smiths-Zeitalter, nur den etwas albernen Synthie hätten sie sich sehr wahrscheinlich gespart. Zuvor geht allerdings „Go on, Say It“ so richtig schön auf die Nerven, wenn zu den beschwörenden Klavierakkorden auf einmal ein verzerrt leiernde Harmonika (ist eigentlich nur geraten) stößt. Aber so mag ich gerne genervt werden! Beendet wird das Album ganz stilsicher von einer Ballade, Klavier und Gesang, denn ein bisschen Melancholie muss noch rein ins perfekte Pop-Album. Haben sie es ihren Freunden von den Mystery Jets also gleich getan, denn die haben bereits ihr perfektes Pop-Album vorgelegt.

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