Gliss – Devotion Implosion

von Hififi am 13. November 2009

in Musik!

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Myspace ist ja nicht für Vieles zu gebrauchen, aber manchmal bedarf es Informationen, die zu finden umso problematischer wird, je unbekannter die Band oder der Künstler ist. Also, doch wieder Myspace und diesmal hat sich der Blick auf die Freundesliste von Gliss sich wirklich gelohnt, denn nach zwei, drei gehörten Songs war folgendes klar: So offensichtlich waren die Gemeinsamkeiten selten.

Wen haben wir denn da? Black Rebel Motorcycle Club (ganz klar), Darker My Love (völlig logisch) und die kultisch verehrten My Bloody Valentine (nicht ganz so offensichtlich, wie die beiden erstgenannten Bands). Also, Fuzz-Gitarren, mehrstimmiger Gesang und schleppende Rhythmen, allemal nur noch zu ertragen, wenn es gut gemacht ist. Interessant wird es dann, wenn sich Einflüsse wie diese gar demographisch ergründen lassen. Gliss kommen nämlich zu zwei Dritteln aus den USA und das restliche Drittel entpuppt sich als Dänin. Die USA beherbergt den Black Rebel Motorcycle Club und Darker My Love, während die Raveonettes, ein weiterer ganz signifikanter Einfluss für „Devotion Implosion“, ebenfalls aus Dänemark kommen. Ganz allgemein scheint sich Shoegaze mit elegischen Gitarrenwänden mittlerweile gern in Skandinavien oder eben in Nordamerika anzusiedeln, nicht wie ursprünglich im UK. Einerlei, Gliss machen auf ihrem zweiten Album vieles richtig und wenig falsch, klingen manchmal gar nach den Strokes (“Beauty“) und meistens nach oben genannten Bands. Gelegentliche Abwechslung ist also durchaus garantiert, aber ansonsten würde ich „Devotion Implosion“ lieber nur Genre-Fans ans Herz legen, denn meins (und ich sehe mich als Genre-Fan) wurde zumindest nur teilweise erobert.

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