Get Well Soon – The Scarlett Beast O'Seven Heads

von Benjamin am 14. September 2012

in Musik!

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Nein, auch mit diesem Werk wird Konstantin Gropper mich nicht als Fan gewinnen: Das an Filmmusik angelegte neue Album seines Musikerkollektivs Get Well Soon „The Scarlet Beast O‘Seven Heads“ ist mir mal wieder zu oppulent und überladen.

Geht es eigentlich nur mir so oder bin ich da mal wieder alleine? Wann immer ich mich an Get Well Soon versucht habe, störte mich vieles, was mir bei anderen gefällt. Pathos und Überschwang kennen Arcade Fire auch, aber es wird an den passenden Stellen eigesetzt und erzeugt Wärme. Gropper ist ein Könner an diversen Instrumenten, seine Mitstreiter sind es auch, aber z.B. der Country-Folk des „Prologues“ ist nicht ernst genug für die Puristen, zu dick aufgetragen für die Reduzierten, für die große Bühne zu intim und die Stimme ist für die Showtreppe. Wie die Showtreppe und Alternative oder Indie oder wie auch immer funktionieren können, hat doch Greg Dulli oft genug gezeigt. Zurück zu den Filmmusiken, die Gropper auf „The Scarlet Beast O’Seven Heads“ schreiben will: Man kann sich nur unterschiedliche Filme dabei denken und Disneys Elfentanz („Let me Check My Mayan Calendar“) funktioniert nicht vor Weltuntergangsfilmen („Roland, I Feel You“) und nicht nach Western und nicht vor Gruselfilmen. Also, ich höre meistens Filmmusik, wenn ich den Film dazu kenne – oder aber ich lasse Bilder in meinem Kopf entstehen, wenn die Musik es geradezu herausfordert, wie bei den bereits erwähnten Arcade Fire oder auch Broken Records. Der Ansatz der neuen Get Well Soon Platte erschließt sich mir nicht – lediglich die Songtitel treffen meinen Humor. Also doch was Gutes zum Schluss.

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