Get Well Soon – Gleis 22 Münster, 19.04.2008

von am 21. April 2008

in Feierlichkeiten

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Bereits bei seinem Tourauftakt in Köln am 09. April 2008 im Gebäude 9 in Köln sahen wir einen beschwingt aufspielenden Konstantin Gropper, der trotz seiner spürbaren Aufregung zusammen mit seiner Band eine gekonnte Show ablieferte. Groß also die Vorfreude auf dieses Konzert im „legendären Gleis22“

An diesem Abend eröffnete anders als in Köln der sympathische irische Songwriter Ken Burke, der ein kurzweiliges Set schöner Folksongs, in bester Tradition von Damien Rice und Glen Hansard ablegte. Schön das Ganze, auch die nach dem Konzert erstandene und mit Konstantin Gopper zusammen produzierte EP „Middle Child Syndrome“. Wir kommen auf jeden Fall noch dahinter, was da auf dieser Insel bei England los ist, dass da so begnadete Songwriter herkommen, vielleicht die gute Luft, die schönen Landschaften, die gute Butter oder das leckere Bier.

Nach Ken Burke und kurzer „Umbaupause“ betreten Get Well Soon die Bühne und eröffnen direkt mit „Prelude“. Mit der Reihenfolge des Album gehts dann auch den gröten Teil des Sets weiter. Anders als auf CD klingen die Songs noch voller und werden etwas mehr zerrockt, was ihnen live absolut gut zu Gesicht steht. Konstantin entschuldigt sich auch zwischendurch einmal, dass er etwas erkältet sei, worauf ihn einige im Publikum ein „Get Well Soon“ entgegenwerfen, dass er aber leider nicht mitbekommen hat. Kurze Zeit später sagt er auf seine eigene Nachfrage, ob ihn alle gut hören könnten aber witzigerweise, er könne eher schlecht hören, muss wohl an seiner Erkältung liegen. Das merkt man seinem Livespiel aber überhaupt nicht an, vielmehr sieht man anders als beim Tourauftakt in Köln einen souveränen überhaupt nicht nervösen Sänger, der die Kommunikation mit dem Publikum inzwischen gut beherrscht und die Show leitet. So gibt es an diesem Abend viel mehr Ansagen in Richtung Publikum, direkt nach dem zweiten Song auch ein selbstbewusstes „Irgendwelche Fragen?! Keine, schade dann machen wir direkt weiter“. Auch, dass Get Well Soon live „nur“ ihr Album nachspielen wirkt überhaupt nicht langweilig, sondern verleiht dem Ganzen eine besondere Atmosphäre. Die Magie des Albums scheint auch das Publikum zu fesseln, so lauschen die Anwesenden absolut still dem Vortrag, man hört bei den ruhigeren Stücken sogar die Lüftung des Gleis 22 summen. Ken Burke hatte zuvor bei seinem Song „Magical“ angekündigt, dass dieser den Abend sehr gut beschreiben würde, da etwas magisches passieren wird, dieser Ansage wurde das Set von Get Well Soon dann auch gerecht. Nachdem das Album durchgespielt ist, endet auch das reguläre Set und die Musiker verschwinden kurz hinter der Bühne. Nach ein paar Sekunden kehrt aber Konstantin noch einmal zurück um sich kurz zu bedanken und allein auf seiner Gitarre „Your Teenage FBI“ zu spielen. Der Song handele vom Erwachsenwerden und von der Fernsehserie Akte X, was für ihn aber im Prinzip auch das Selbe sei. Danach kommt dann auch die gesamte Band noch einmal auf die Bühne um zusammen mit Konstantin den wohl rockigsten Song des Abends „Dear Tempest-Tossed! Dear Weakened!“ zu spielen, der das Set passend abschließt.

Photos von aatsphotography

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