Garda – Die, Technique, Die!

von Benjamin am 5. November 2008

in Musik!

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Das Duo aus dem Erzgebirge nimmt seine Alternative-Folk-Songs mit einem lockeren Kollektiv auf. Dabei klingen sie so, wie man sich ein Soloalbum von Conor Oberst vorgestellt hätte. Da hat man auch gleich ein Problem: Das Erzgebirge bzw. Dresden (der aktuelle Wohnsitz) ist nicht Omaha und von daher werden Garda nicht den Erfolg haben, der ihnen zu gönnen wäre.

Garda bieten einen wunderbaren Folk, dem man anhört, dass er auch nur mit Gitarre funktionieren würde. Dazu gesellen sich Streicher, Bläser, Chöre – aber alles an der passenden Stelle und das ist das entscheidende: Nichts zerstört die Intimität und Fragilität der Songs. Sänger Kai Lehmann erzählt Geschichten vom Verlassenwerden, von der Suche nach Sicherheit, vom Fallen und Aufgefangenwerden. Text und Musik bilden eine Einheit und erzeugen eine düstere, aber durchaus hoffnungsvolle Atmosphäre. Der Beginn des Opener (und Titeltrack) zeigt, wie Garda nur mit Gitarre und Gesang klingen (toll), der Rauschmeißer „my heart is empty“, wie Garda nur mit Gitarre, Schlagzeug und Gesang klingen, dazwischen zeigt sich, wie man die Songs auch instrumentieren kann. Ein abwechslungsreiches Album, das sich langsam in den Gehörgängen festsetzt und dann schnell Herzen erobert – auch wenn in den Songs das Gegenteil thematisiert wird. Ein feines Album für die langen Abende.

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