Ganglians – Still Living

von am 27. September 2011

in Musik!

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„Nicht noch ein Surf-Pop-Album mit 60s-Einschlag!“ entfährt es einem schnell nach den ersten paar Sekunden von „Drop The Act“. Aber halt! Ganglians können der Sparte tatsächlich noch etwas Neues hinzufügen, Zumindest schaffen sie es, sich von den bereits etablierten üblichen Verdächtigen abzugrenzen: Vampire Weekend und The Drums haben sich spätestens mit ihren zweiten Alben in endgültig Richtung Polohemden-Pop verschnöselt. „Still Living“ ist bereits der zweite Longplayer der Ganglians, womit diese Gefahr zumindest schon einmal gebannt ist. Denn schnöselig-poppig ist es hier keine Sekunde. Eher skurril überdreht und merkwürdig. (Man höre sich nur den wunderbar beknackten Sixties-Stomper „Jungle“ an.) Beach-Boys-Harmonien triefen natürlich dennoch aus jedem Refrain, allerdings ordentlich durcheinandergerumpelt und mit den Summer-Of-Love-Experimenten der Beatles der Who ergänzt, plus ordentlich Achtziger-Tweepop-Hall. Sänger Ryan Grubbs bezeichnet die Musik seiner Band folgendermaßen: „This is outsider music, but with a pop sensibility that brings everyone in.“ Und damit hat er mit seinem Pfeil mitten ins Schwarze getroffen. Jeder Song auf dem Album klingt, als wäre er von Losern für Loser, die die eigentlichen Gewinner sind, geschrieben. Leonard Hofstadter aus „Big Bang Theory“ könnte dazu hervorragend darüber sinnieren, warum er bei seiner sexy Nachbarin Penny nicht landen kann, und dabei nicht mal merken, dass ihr Herz schon lange von ihm erobert wurde. Musik für Geeks und Nerds, und Leute die es gern wären. Und mit „Sleep“ befindet sich auch noch einer der Übersongs dieses Herbstes auf dem Album.

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