Friedemann Weise – Friede allein zu Haus

von Sterereo am 21. November 2012

in Musik!

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Friedemann Weise, laut selbstverfasstem Pressetext das „Leitmedium der deutschen Satirepopszene“, muss in der vergangenen Zeit privat einiges mitgemacht haben: die feste Freundin ist weg, die beste Freundin steht mit einem Bein in der Sekte, aber Friedemann hat sich dran gemacht, das ganze zu kompensieren mit seinem (selbsternannt) „dritten und bisher bestem Album“. Dem kann ich nicht widersprechen, zumal mir sein Debüt – daran erinnere ich mich schwach – damals nicht gefallen hat.

An „Friede allein zu Haus“ hab ich schon meine Freude, auch wenn der reduzierte Singer-Songwriter-Gitarrensound nicht weiter aufregend ist. Aber die Texte sind humorvoll und Friedemann (ich duze den jetzt einfach, weil es sich sonst blöd liest) hat eine charmante, nicht zu aufdringliche Art. Im Gegenteil, mit dem kann man sicher gut einen saufen gehen und einen unterhaltsamen Abend haben. Die Stücke beschäftigen sich auf satirische (siehe das Leitmotiv-Zitat) Weise (haha) mit den Dingen des modernen verwirrenden 30-something Lebens, also Homeoffice, multimediale Globalisierung, Trennungsschmerz und Freundin in der Sekte („Tina geh‘ nicht in die Sekte“).

Also, wer’s gern charmant und lustig mag und grundsolide Akustikgitarrenklänge nicht verschmäht, sollte hier mal reinhören – und auf Facebook gibt’s Herrn Weise natürlich auch – vielleicht kann man ihn ja adden oder für die nächste öffentliche Fuckbook-Party buchen?

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