Franz Nicolay – Do The Struggle

von Pynchon am 15. November 2012

in Musik!

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Franz Nicolay hat nicht nur in einer schier unübersichtlichen Menge an Projekten seine multiinstrumentellen Hände im Spiel – seine Bandbreite reicht vom Cabaret Punk über Balkan Gypsie, Agit Punk und Rock bis hin zum Folk – , er legt mit „Do the Struggle“, unterstützt von diversen Musikerfreunden an Drums, Bass, Tuba etc., bereits seine dritte Solo-LP vor.

Der Opener „The Hearts of Boston“ klingt schon mal sehr nach irischer Kneipe, inklusive übermütiger Fiedelei und euphorisch vorgetragenem Gesang, der mich ein wenig an den deklamatorischen Duktus klassischen Liedermachergesangs erinnert – also mit Herzblut, aber auch sehr gewichtig und etwas staatstragend. Nicht so mein Fall, um ehrlich zu sein. „Did your broken heart make you who you are“ ist eine ordentliche Liebesballade, aber allem Herzblut und handwerklich nicht zu beanstandenden Zusammenspiel der verschiedenen Instrumente zum Trotz packt´s mich nicht so. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Stücke – so etwa auch „Frankie Stubbs´ Tears“ – im Grunde zwar ganz nette, aber nicht wirklich aufregende Singer-Songwriter-Rocknummern sind, wie man sie halt schon oft gehört hat, mit konventionellen Songstrukturen, den Refrains an den vorgesehenen Stellen, den bewährten Tempowechseln – also alles absolut vorhersehbar und spannungsarm.

Immerhin, eine ordentliche Bandbreite an Genrestücken ist geboten, und wer auf fiedeligen Irish Folk steht, wird immer wieder mal auf seine Kosten kommen. Neben dem Opener z.B. „You don´t know I´m here“ – das sind dann auch die besten Songs auf einem sonst eher mäßigen Album.

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