Frames – In Via

von Pynchon am 15. Mai 2012

in Musik!

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Die übliche Schublade, die bei der ersten Einordnung einer Band durchaus hilfreich sein kann, sich oft aber auch als zu eng erweist, diese Schublade weckt mit dem im Pressetext angekündigten „NewArtRock Alternative“ schon mal Interesse, da sich hinter dem zweiten Album der Band aus Hannover wohl kaum 08/15-Radiomucke verbergen dürfte.

Interessant außerdem die Info, dass „In Via“ nicht in irgendeinem versifften Partykeller, sondern im hannoverschen Institut für Wohlklangforschung aufgenommen wurde – klingt ganz schön nach Punk! OK, zwar nicht gerade, aber die Tüfteleien der Hannoveraner von Frames lasse ich mir trotzdem gern gefallen, da reich an Überraschungen, Wendungen, kontrastierenden Passagen, unter dem Einsatz von Gitarren, Schlagzeug, Piano, Tonschnipseln und ein bisschen Elektronik – aber kein Gesang, also alles rein instrumentell.

Was zwar wiederum auf Dauer etwas anstrengend sein kann, da ich als eher konventioneller Hörer einfach zu stark auf Gesangspassagen konditioniert bin, aber es ändert natürlich nichts daran, dass „In Via“ ein wirklich sehr ordentliches und hörenswertes experimentelles Musikalbum ist. In einer ruhigen Phase daheim, vielleicht mit einem Buch auf der Couch (was wirklich kein Affront gegen das Album sein soll), kann man eine hübsch inspirierende Zeit haben, und Wohlklang trifft es tatsächlich auch ganz gut.

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