Frame of Mind – Episodes

von Benjamin am 27. Dezember 2007

in Hausmusik

Post image for Frame of Mind – Episodes

Die Detmolder Band orientiert sich auf ihrem ersten Album stark an Oasis und den Beatles. Das wird mit dem ersten Song „Big Apple“ klar. Musikalische Referenzen gehen an Oasis, inhaltlich wird New York besungen. Die Brücke zum zweiten Song schlägt die Erwähnung John Lennons. „Rockstar“ besticht durch Hardrock-Riffs, ein amtliches Gitarrensolo und Spielfreude. Auf diesen Rocker folgt mit „It’s been a nice day“ ein Midtempo-Song. Gute Laune wird verbreitet, ein Klavier ist zu hören. Das klingt nach Sommer! Nach dieser guten Laune sehnt sich „Reminder“. Ein Song über die vergangene schöne Zeit in bester Travis-Manier. Besonders erwähnen muss man hier die Violine. Auch wenn der Einsatz von Streichinstrumenten nicht ungewöhnlich für Rockbands ist, selten spielt eine Geige so eine zentrale Rolle ohne sich in den Vordergrund zu drängen wie bei Frame of Mind. Bestes Beispiel dafür ist der Song „Hold on“. „I don’t wanna waste my time“ bekommt durch Unterstützung von Klarinette und Posaune etwas hymnenhaftes. Embrace schrieben mal ähnlich gute Songs.

„She’s my love“ ist eine Verbeugung vor dem Pop der Sixties, besonders vor den Beatles. Drei gute Midtempo-, durchaus radiotaugliche Nummern folgen. Allesamt guter Rockpop, der es verdient hätte, öfter gehört zu werden. Die CD schließt wieder rockiger. „Celebration for a reservation“ ist nach ruhigem Gitarrenintro sehr tanzbar. Sänger Marc Philipp Meyer spricht eher, was den Rhythmus des Songs unterstützt. Auch das Finale „Intolerance“ passt dahin. Wie vieles auf diesem Album. Das Album macht den Eindruck, als ob sich die Band über die Platzierung jedes einzelnen Songs Gedanken gemacht hat. Umrahmt von rockigeren Songs wird in der Mitte des Albums das Tempo gedrosselt ohne an Energie zu verlieren. Genau wie der Einfluss der Gallagher-Brüder deutlich zu hören ist, ohne das hier eine Oasis-Kopie vorliegt. Natürlich erfinden Frame of Mind das Rad der Rockmusik nicht neu, aber sie erschaffen mit Episodes ein sehr schönes Rad.

Share Button

{ 2 Kommentare… read them below or add one }

1 otic Dezember 31, 2007 um 13:46 Uhr

„Genau wie der Einfluss der Gallagher-Brüder deutlich zu hören ist, ohne das hier eine Oasis-Kopie vorliegt.“

Soll das ’n Witz sein??!

2 RockinBen Dezember 31, 2007 um 14:36 Uhr

ne, das ist kein Witz… musst dafür mehrere Songs hören und nicht nur Big Apple. Tipp: Reminder, Hold on!
Bei der EP musst Du Dir Track 3 anhören. Fängt mit Mother Tongue-Referenzen an und hört mit Maximo Park auf.

Previous post:

Next post: