Foals – Antidotes

von am 14. April 2008

in Musik!

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Die Foals sind wohl im Moment die Band auf die sich jeder einigen kann. 2005 in Oxford gegründet brauchten sie nicht lange sich einen Plattenvertrag zu erspielen und mit ihrer Single „Mathletics“ einen der Sommerindiehits des letzten Jahres in England zu veröffentlichen. Heiß ersehnt also dieses Debütalbums der wilden Fohlen, deren Name keine Anspielung auf die ungestüme Jugendlichkeit ist mit der sie hier zu Werke gehen, sondern sich ganz einfach vom Nachnamen des Sängers Yannis Philippakis ableitet.

Für einiges Erstaunen sorgt erst einmal, dass die Foals bei Ihrem Debüt auf ihre Hitsingles „Hummer“ und „Mathletics“ verzichten, den geneigten Käufer erwarten also nur brandneue Tracks. Mutig für ein Debütalbum, aber die Taktik scheint aufzugehen. Der Eröffnungstrack „The French Open“ groovt schon ordentlich los und bei „Cassius“ kann dann niemand mehr still sitzen. Den Hörer erwarten knackige Dancerhythmen mit zackigen Gitarren, treibenden Drums und vielen kleinen elektronischen Verspieltheiten. Der Gesang spielt eine Nebenrolle, Rhythm is king scheint die Devise zu sein. Die Songs machen Spaß, nicht alle sind zwingend, aber jeder will den Hörer auf die Tanzfläche ziehen, immer ziemlich elektronisch, vielfach sogar mit Swingelementen, manchmal auch in Richtung Weltmusik. Alles andere auf jeden Fall als der größte Teil der derzeitigen britischen Indieszene, wohl auch der Grund für den derzeitigen Fohlenhype mitsamt ausverkaufter Deutschlandtour. Am Ehesten kann man die Foals wahrscheinlich als eine Mischung aus Bloc Party und Klaxons beschreiben, was ihnen aber nicht wirklich gerecht wird, da diese sympatischen Fohlen im Gegensatz zu der Truppe um Kele und diese anderen arroganten New Rave Heinis wirklich Spaß machen. Die Grundaussage des Albums liefern die Foals dann auch im Track „Balloons“ selbst: „Get on the dancefloor“.

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