Florence & The Machine – Lungs

von Hififi am 8. Juli 2009

in Musik!

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Offensichtlich gibt es schon so einige Mythen, die sich um Florence Welch ranken. Umso erstaunlicher, wenn erst in diesen Tagen ihr Debüt erscheint und bereits der Fokus auf Geschichten und bloße Behauptungen gerichtet wird. Das Gerücht Alex James von Blur hätte mit ihr an den Texten von „Lungs“ gearbeitet, entpuppt sich als Ente, ebenso der Satz „Meine Musik ist die Musik, die Lily Allen und Kate Nash machen würden, wenn sie eingeschlossen in einem Käfig voller Schlangen im Keller eines Bestattungsinstitutes in Louisiana aufgewachsen wären.“ Wer auch immer sich diesen Vergleich ausgedacht hat, liegt trotzdem goldrichtig.

Weiblicher Songwriter-Pop ist nun schon einige Zeit gut dabei und ohne übertreiben zu wollen, von geradezu herausragender Qualität bereits von Kate Nash und Natasha Khan alias Bat For Lashes vorgetragen. Dazwischen findet die 23-jährige allerdings genau die Lücke, die sie von etwaigen Plagiatsvorwürfen reinwäscht und zwischen frecher Großstadtlyrik und exaltiertem Bombast der oben genannten Künstler platziert. Ihrer Punkband The Toxic Cockroaches entwachsen, versammelt sie von nun an unter dem verwirrenden Namen Florence & The Machine ihre Musiker, das Sagen hat zudem nur eine Person: Florence Welch. „Lungs“ könnte kaum großzügiger instrumentiert sein und mit den üppigen Chören lässt sich schwerlich von einem Soloalbum ausgehen. Und wenn in „Kiss With A Fist“ die Punk-Wurzeln wieder durchscheinen, ist es offensichtlich, dass „Lungs“ nicht allzu festgelegt klingen soll. Hier finden sich wieder allerhand Wurzeln, die alle im Pop gipfeln, den Umweg allerdings über Blues, Folk, Rock und Gospel nehmen, so wie moderne Pop-Musik heute gerne mal klingt. Dabei nur von interessant zu sprechen, wäre viel zu wenig. Klar, im Moment kommen recht viele Alben weiblicher Allrounder auf den Markt und allmählich mag der Ein oder Andere sich daran gewöhnen, aber „Lungs“ sticht hervor und weiß zu überzeugen.

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