Firewater – International Orange

von Benjamin am 16. September 2012

in Musik!

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Ich habe bereits vor Jahren gefleht, dass Tod A sich seiner alten Stärken besinnt, nämlich relevanten und zeitlosen Indie-Rock zu machen. Was soll ich sagen: er hört nicht auf mich – ich hatte aber auch noch keine Möglichkeit, ihm persönlich zu sagen, dass seine Orient-Ausflüge mir musikalisch nicht gefallen.

Ich mag durchaus kritische Lieder und Aufrufe zur Revolution. Nur die orangene Revolution hat versagt. In der Ukraine ist der eine Protagonist tot, die Protagonistin krank und (voraussichtlich zu Unrecht) im Knast, die arabische Revolution zeigt immer öfter seine menschenrechtsverachtende Fratze, aber einer glaubt immer noch an die Kraft des Aufstandes: der gute alte Tod A. Er versucht seine gesellschaftlichen Visionen nun vor allem mit Bläsern und der Aufforderung zum Tanz umzusetzen („Dead Man’s Bones“, „Ex-Millionaire Mambo“) oder aber in einer Form von Schlangenbeschwörung („Glitter Days“). Was ich wiederum interessant finde, ist, dass Tod A den Schmelztiegel Istanbul so hervorhebt. Gut, für einen Amerikaner – egal wie offen er ist – ist das vielleicht neu, aber seit Im Juli sind das selbst Fans deutscher Komödien bekannt. Da schmeiß ich mir lieber wieder musikalische Psychopharmaka als das neue Firewater-Album.

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