Fionn Regan – The Shadow of an Empire

von Pynchon am 18. Februar 2010

in Musik!

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Fionn Regan ist ein irischer Singer-Songwriter, der für sein Debüt „The End of History“ 2007 bereits viel Kritikerlob einheimste und nun mit „The Shadow of an Empire“ einen Nachfolger präsentiert, der musikalisch gleichermaßen an Songwriter-Größen wie Bob Dylan, Leonard Cohen und Neil Young erinnert.

Der Opener „Protection Racket“ fühlt sich wie ein Rock ´n Roll-Stück aus den Sechzigern an, verspielt und mit griffigem Sound. Was sofort ins Ohr fällt, ist Regans enorm ausdrucksstarker, fesselnder Gesang, der den nostalgisch angehauchten Stücken eine spezielle, unverwechselbare Note gibt. Die Melodien sind abwechslungsreich und eingängig, im besten Sinne klassisch. Ein Stück wie „Catacombs“ hört sich ein wenig wie aus dem Fundus Neil Youngs an, bei „Violent Demeanor“ – ein melancholischer Folksong mit Akustik-Gitarre – muss ich an Leonard Cohens frühe Werke denken, sowohl intim als auch intensiv vorgetragen. Die Nähe zum Folk, die Regans Debütalbum noch sehr stark prägte, ist inzwischen großenteils aufgebrochen durch den Einsatz einer elektronischen Gitarre und eine Annäherung an den Rock. In „Little Nancy“ kommt die Munharmonika zum Einsatz, das titelgebenden „The Shadow of an Empire“ (erinnert mich ziemlich an Dylans „The Times they are a-changing“) wird von einem Piano begleitet – beide Stücke huldigen unverhohlen wie das geamte Album den sechziger Jahren. Mein persönlicher, unangefochtener Favorit ist jedoch „Genocide Matinee“, eine perfekte kleine Rock-Nummer mit packendem Rhythmus, eingängigen Gitarren-Riffs und Fionn Regans eindringlicher Stimme, die seinen feinen nostalgischen Songs den letzten Schliff verleiht. Gute Scheibe!

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