Final Flash – Homeless

von Pynchon am 29. August 2011

in Musik!

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In Montreal beheimatet sind die Indie-Rocker von Final Flash, deren Debüt “Homeless” zumindest eine musikalische Nachbarschaft zu Arcade Fire, der aktuell wohl berühmtesten Band der Stadt, erkennen lässt.

Opulente Gitarrensequenzen, ein hymnischer Gesang und ausgetüftelte, teils folkige Melodien sind schon mal ziemlich Arcade Fire-mäßig, auch wenn die Scheibe in Gänze betrachtet genug Eigenständigkeit aufbietet, um nicht als Abklatsch, oder freundlicher gesagt Reminiszenz bezeichnet werden zu müssen. „The black flame in me is a red flame in you“ klingt ziemlich psychedelisch, ansonsten dominiert melodieverliebter Midtempo-Rock, der üppig und atmosphärisch daherkommt und auch mal ein paar Takte drauflegt, wie in „The Rain of Stones“ – allerdings nur, um dann wieder zu balladesken Passagen überzuleiten.

Um von der Beschreibung zum Resümee zu gelangen, muss ich bekennen, dass mir bei allem Talent doch ein wenig Inspiration fehlt, um wirklich aus dem Häuschen zu sein vor Begeisterung. Kein Zweifel, es sind ein paar schöne Stücke auf dem Album (Anspieltipp: „When the day turns black“), aber gegen Ende macht die anfängliche Zustimmung doch einer gewissen Langeweile Platz, die wahrscheinlich von einer Überdosis sanftmütiger Melodietrunkenheit herrührt – oder anders gesagt, mir fehlen bei Final Flash halt ein paar Ecken und Kanten.

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