Fettes Brot – Seidenstickerhalle Bielefeld, 01.05.2010

von LittleMissPipedream am 8. Mai 2010

in Feierlichkeiten

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Nach einer Tour unter dem Namen „Bette Frost“, dem Album „Strom und Drang“ und einer Festivaltour im Sommer 2009 sind Fettes Brot wieder da. Vor kurzem kamen die beiden Live-Alben „Fettes“ und „Brot“ heraus, die alte und neue Songs Best Of-mäßig vereinen.

Die Seidenstickerhalle ist bereits so voll, dass sich Vordrängeln um wenigstens ein Bisschen was zu sehen als völlig utopisch erweist. Also bleibe ich hinten. Die Stuttgarter „Die Orsons“ sind fetter Support Act und gehen ab. Sie machen Rap/Indie/Rock und „es fühlt sich gut an ein Orson zu sein!“ Genau eine Stunde nach Beginn betreten die Brote plus Band die Bühne und heizen dem Publikum mit „Emanuela“ ein. Daraufhin jagt ein Hit den nächsten. Kaum ein Song, der nicht ausgekoppelt war. „Schwule Mädchen“, „Bettina“, „An Tagen wie diesen“, „Da draussen“, „Erdbeben“, „Das allererste Mal“ und so weiter. Aber genau das will das Publikum ja auch hören. Die Stimmung kocht. Erfreulicherweise kommen zwischendurch auch ein, zwei ältere Lieder wie „Die Definition von Fett“ und „Silberfische“. Das Konzert ist eine einzige Party, die Luft brennt und das Kondenswasser tropft von der Decke. Das Publikum schreit trotzdem nach mehr, als Fettes Brot nach einer guten Stunde die Bühne verlassen. Nach einer etwas zu langen Pause kommen die Brote wieder und hauen noch die fehlenden Klassiker raus. Beendet wird der Abend nach einer halben Stunde Zugabe mit ihrem ersten, großen Hits „Nordish by nature“. Dann ist alles sehr schnell vorbei und man wird aus der Halle gejagt. Die Seidenstickerhalle erweist sich meiner Meinung nach als eher ungeeignete Konzerthalle, denn auch der Sound ist weiter hinten nur mittelmäßig. Ich verstehe kaum Ansagen und sehen kann ich ja, wie bereits erwähnt, sowieso nichts.

Insgesamt war das Konzert zwar sehr vorhersehbar und nichts Neues, wofür man Fettes Brot jedoch nicht böse sein kann, denn sie schaffen trotzdem derbe Stimmung und man geht verschwitzt und glücklich nach Hause.

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