Fangs – Automatic RocknRoll

von am 3. Dezember 2011

in Musik!

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Glasgow: Ein wichtiges Zentrum, wenn es um „alternative“ Musik im weitesten Sinne geht. Einigen wird vielleicht schon die Erwähnung der Herkunftsstadt von Fangs reichen, um zumindest einmal reinzuhören. Getourt sind sie bereits mit Sons And Daughters, PIL, Justice oder Santigold, womit gleichzeitig auch schon die wichtigsten Eckdaten für „Automatic RocknRoll“ genannt sind, denn Fangs liegen mitten drin in diesem Spektrum aus Elektropunk, Dance und Wave. Etwas ermüdend wird die langsam zuneige gehende Eighties-Welle allerdings mittlerweile. Oder geht es damit gar schon wieder aufwärts? The Kills, Ladytron oder Goldfrapp existieren nun ja auch schon zum Teil über eine Dekade, obwohl alle in dieser Zeit ihren Sound immer wieder angepasst und variiert haben. Fangs haben das (noch) nicht nötig. Die Gefahr der Unoriginalität wird durch die Zurschaustellung von Selbstbewusstsein, Style und jugendlich-frischer Energie einfach in Grund und Boden ausgeglichen. Dass sie mittlerweile auch in Laufsteg-Nähe von Modeveranstaltungen aufgetreten sind, gehört ja mittlerweile fast zum Standard in diesem Genre. Somit ist ihr Debütalbum ein solides Feierwerk geworden, zu dem sich hervorragend an hippen Plätzen tanzen und rumstehen lässt: sexy, aber auch ein bisschen gelangweilt. Auch die Songtitel lesen sich, als wären sie von irgendwelchen T-Shirts abgeschrieben: „Sicko“, „This Is Art“ oder „Pussycat“. Nix Neues also bei den Schotten, aber zumindest ist „Automatic RocknRoll“ so gut gemacht, dass Liebhaber oben genannter Künstler (Blondie ist natürlich auch noch drin) mehr als zufriedengestellt werden sollten.

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