Everwaiting Serenade – All Rise

von JonesKorn am 28. September 2011

in Musik!

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„Hö? Everwaiting Serenade, die hatte ich doch schon einmal. Wie hieß denn das… Lungwork!“ Und nahm die CD vom Stapel. Genauer gesagt, EP. Denn 2011 bringen die Luxemburger mit „All Rise“ nach zwei Jahren Ruhephase (was Veröffentlichungen angeht) einen kleinen Silberling auf den Markt. Und der birgt trotz der naturgemäßen knappen Spielzeit einer EP doch einige Überraschungen.

Die sechsläufige EP ist die vierte Veröffentlichung der fünf Luxemburger und beginnt, wie man Everwaiting Serenade vom ebenfalls hier besprochenen 2009er Album „Lungwork“ kennt: mit Hardcore. Oder „Melodic Hardcore“, wie Everwaiting Serenade es selbst bezeichnen. Hierbei wird der Opener „Trading Tales“ vom darauf folgenden noch etwas eingängigeren „Overflow“ leicht übertroffen. Die erwähnte Überraschung wartet dann ab dem dritten Titel „Safe’n’Sound“, der reichlich mit Hip-Hop versetzten Crossover anbietet und mich spontan etwas an Such A Surge hat denken lassen. Und tatsächlich äußert sich die Band in der Hinsicht, dass in jüngerer Vergangenheit und auch auf dieser EP neue Einflüsse aus den Bereichen Hip-Hop, Rock’n’Roll und selbst Drum’n’Bass eine Rolle in ihrer Musik spielen. Auch die folgenden Titel „Inside“ und „Submission Moves“ passen zu diesem neuen Stil, wenngleich hier die Einflüsse aus dem Hardcore noch deutlicher zu spüren sind. Das abschließende „A Place In The Sun“ führt dann endgültig wieder zurück zu alten Wurzeln.

Für sich betrachtet schließe ich aus den neuen Stilelementen, dass die Band lebt, sich (weiter-)entwickeln und in Teilen auch neu erfinden will. Das ist legitim und tut den meisten Bands gut, auch wenn es nicht selten kontrovers von den Fans aufgenommen wird. Am Ende dieser EP weiß ich allerdings nicht genau, was Everwaiting Serenade letztlich transportieren wollen. Aber vielleicht ist der Selbstdefinitionsprozess auch noch nicht ganz abgeschlossen und man muss noch abwarten was die Zukunft bringt.

Es bleibt mir nichts anderes übrig als etwas abgedroschen zu sagen: für Fans ein sicherlich Muss, für alle anderen nur bedingt, zumal auch die Produktion leider meist etwas schwach erscheint. Dennoch wecken die neuen Stilelemente die Neugierde auf einen möglicherweise folgenden Langspieler.

Mein Anspieltipp: „Inside“, das gerade gegen Ende zu einem schönen Moshpit einlädt.

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