ETECC – The Slaugtherhouse Demos Pt. III

von JonesKorn am 19. April 2012

in Musik!

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Der Albumtitel „The Slaugtherhouse Demos Pt. III“ lässt es trefflich vermuten: hier halten wir eine Sammlung von Titeln in den Händen, die die Wolfsburger Jungs von ETECC seit ihrer Gründung in 2009 eingespielt und die es in ihrem eigenen Auswahlverfahren zu einem Startplatz für eine ordentliche Veröffentlichung gebracht haben.

Als musikalische Einflussgrößen werden Metallica, Pantera und Lamb Of God aufgezählt, so dass es kaum verwundert, dass hier essentieller Metal gespielt wird. Dabei wird auch gerne mal mit reichlich Tempo und Dynamik auf die Zwölf geknüppelt… „no fucking compromise!“, so heißt es im Opener „On Standard’s Leash“ ziemlich treffend.

Die Songreihenfolge bewegt sich chronologisch rückwärts durch die Jahre 2011 bis 2009, was einen Blick auf die musikalischen Entwicklung der Band zulässt. Der qualitative Fortschritt im Songwriting seit der Gründung bis heute ist dabei spürbar zu hören, denn in diesem Fall bedeutet es auch, dass das Album im Laufe der knapp 40 Minuten Gesamtspielzeit etwas verflacht. Für ein reguläres Album wäre das schade, für eines das „The Slaugtherhouse Demos Pt. III“ heißt und ist, ist es aber genau richtig. Es soll schließlich (auch) ein Einblick in das frühere Schaffen und die Entwicklung der Band selbst gegeben werden.

Zum Abschluss des Albums thront mit „Shifting Sands“ aus 2009 ein achteinhalbminütiger Track, der deutliche Einflüsse von Metallica, was die Konstruktion überlanger Titel anbelangt, offenbart. Vom Grundkonzept hätte der auch auf einem der frühen Metallica Alben (bis Mitte der 80er) zu hören sein können. Solche Stücke so zu schreiben und auch so zu spielen, dass sie den Spannungsbogen fortwährend aufrecht erhalten, gehört zu den Königsdisziplinen und gelingt hier nicht vollends.

Dass das Quartett von ETECC seine Instrumente beherrschen gelernt hat und sie auch richtig einzusetzen weiß, wird in jedem Fall deutlich. Leider ist bei den beiden Titel aus 2011 („On Standard’s Leash“ und „Dementia“) in der Produktion der Gesang manchmal etwas dünn geraten.

Trotzdem zeigen gerade diese beiden Stücke, wo es mit den Wolfsburgern hingehen kann. Da hat sich vor allem mehr Eigenständigkeit und Individualität entwickelt und das macht schon eher Lust auf mehr. Keiner braucht einen x-ten Pantera oder Metallica Klon. Warten wir nach diesem ordentlichen Kennenlernhappen also auf einen Langspieler mit neuem Material der noch mehr ETECC enthält. Das könnte richtig spannend werden.

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