Erik Penny – Bend

von Benjamin am 8. März 2010

in Musik!

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Ein Amerikaner zieht nach Berlin und nimmt dort mit verschiedenen Musikern ein Singer-Songwriter-Gitarrenpopalbum auf. Die Lieder sind glatt produziert und reichen von emotionalem Folk bis zum Radiohit. Aber alles schön seicht und mit Texten über nette Alltagsbeobachtungen.

Das Album fängt vielversprechend an: „Under the gun“ bleibt ein bisschen im Ohr und man kann es als klassisches Singer-Songwriter-Stück bezeichnen. „Santa Ana“ ein wenig schwächer, aber immernoch gut, geht in die gleiche Richtung. Dem Hörer wird aber langsam klar, dass hier jemand das große Lehrbuch des Songwritings gelesen hat und sich an den 1000 Tipps ausprobiert, die angeblich Songs spannend machen. So klingt „Honey please“ dann auch nach Jack Johnson ohne die Beschwingtheit des Strandes und die Coolness eines Ex-Surfers. Aber der Song ist durchaus ansprechend. Schwach ist das Album, wenn Erik Penny sich an Rockpop-Nummern fürs Radio versucht wie „Side of the road“: Die Langeweile von Fury in the Slaughterhouse-Balladen gepaart mit der Belanglosigkeit der Reamonn-Veröffentlichungen der letzten Jahre. Kann eigentlich ein Song, der nach der Hauptstadt Niedersachsens benannt ist, originell sein? Ein rhetorische Frage, klar. So beginnt er auch mit der furchtbaren Textzeile „It’s raining in Hannover“. Das Album wird aber trotzdem nicht in meinem Schrank verstauben, denn das erwähnte „Under the gun“ ist großartig. Für den Rest bin selbst ich noch zu jung.

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