Erik & Me – Versteck

von Benjamin am 14. Januar 2011

in Musik!

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Die Berliner bzw. deutsch-kanadische Combo Erik & Me mischen tanzbare New Wave-Songs und ruhige Momente auf ihrem Zweitwerk „Versteck“. Albumtitel zeigt schon an, wohin die Reise geht: Deutsch sind die Texte, musikalisch aber eher Indie. Gibt es schon die Schublade Indie-Schlager?

Zwei schnellere Songs leiten das Album ein. „Schreien“ ist dabei ein wenig kryptisch im Text und „Sonderbar“ handelt von einem nicht so schönen Tag am Meer. „Einsam“ handelt von einem Partybesuch eines Singles, wobei der Refrain wohl aufbauen (oder eben nachdenklich machen?) soll, vorgetragen mit einer Mischung aus Schlagerchanson, Beach Boys und Beat. Insgesamt steht aber die Ästhetik im Vordergrund. Problem ist, dass man das auch merkt. Jede kleine Synthie-Einlage wirkt, als hätte da jemand mit großer Geste eine Taste gedrückt oder irgendwo dran gedreht, gezupft oder draufgeschlagen. Es wirkt also wenig aufgesetzt und auch ein bisschen klinisch rein. Vielleicht ist das Fehlen der Ecken und Kanten der Moment der Band, der mich an Schlager erinnern lässt. Vergessen wir den Schlageraspekt und widmen uns der Kunst. Hier gibt es die Theorie der Aura des Kunstwerks. Oder auch die des Schocks. Schocks finde ich hier jedenfalls nicht. Lediglich ein paar Ohrwurmzeilen, die aber – so hoffe ich – nicht zu hartnäckig sind. Das sind jetzt alles sehr subjektive Eindrücke (wie eigentlich immer bei Musikrezensionen). Ich glaube nämlich, dass der kunstvolle Indie des Quintetts durchaus begeisterte Hörer hat und finden wird.

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