Enno Bunger – Wir Sind Vorbei

von Benjamin am 10. März 2012

in Musik!

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Was ist „in“ im Indie-Pop? Ich glaube, wir fragen einfach Enno Bunger. Der hat für mich nämlich eines der deutschsprachigen Alben des Jahres (bisher) aufgenommen, mit allem Drum und Dran. Enno Bunger schreibt reine Popsongs mit intelligenten Texten und den Bläsern an den richtigen Stellen. Bombast und minimale Instrumentierung sind perfekt eingesetzt auf „Wir sind vorbei“.

Eigentlich ist die aktuelle Veröffentlichung von Enno Bunger eine Ansammlung trauriger Lieder. Eine Trennung und „weil ich autobiografisch schreibe“ heißt die Begründung dafür. Aber eigentlich benötigt Enno Bunger keine Texte um Stimmungen zu erzeugen, wie er mit seinen Mitstreitern im letzten Lied, dem Instrumental „Präludium“, zeigt. „Präludium“, eigentlich ja das Vorspiel, ist ein Abgesang mit abstrakten Rhythmen, die sich immer wieder einholen und abwechseln und sehr unterschiedlichen Betonungen. „Präludium“ ist ein Song für Genießer und Musikwissenschaftler. In den erhabenen Momenten erinnert „Wir sind vorbei“ an Efterklang und Arcade Fire. Dabei klingt Enno Bungers Gesang manchmal sogar nach Marcus Wiebuschs Stimme (aber nur manchmal). Aber das tut meiner Begeisterung keinen Abbruch, denn wir haben es mit unglaublich mitreißendem Klavierspiel, intelligenten Texten und einer tighten Rhythmusgruppe zu tun. Perfekt und genau, wunderbar fein und abwechslungsreich. Große Songwriterkunst auf höchstem Pop-Niveau!

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