Emily Maguire – Believer

von Hififi am 10. Januar 2010

in Musik!

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Mein Lieblingssatz aus dem Promotext ist eindeutig: „Finanziert Debüt-Album, indem organische Ziegenkäse“. Danke liebes Internet für deine Übersetzungshilfe! Also alles Öko, die Musik ohne weiteres kompostierbar, weil organisch, „Believer“ ist anzuhören, dass hier nichts aus der Retorte kommt. So etwas dürfte den Ein oder Anderen begeistern, den Meisten allerdings völlig egal sein.

Ich mag weibliche Singer/Songwriter, was jeder weiß, der mich kennt. Wie kommt es also, dass „Believer“ mich nicht gerade von den Socken haut? Es ist mir zu gediegen, bar jeden Überraschungsmoments. Emily Maguires Vita ist dabei echt interessant, da sie ohne Fernsehen aufwuchs und es zur Perfektion an so unterschiedlichen Instrumenten wie Klavier, Cello und Querflöte gebracht hat. Hier ist es wieder, dieses Hippiefeeling und wer einmal das Coverartwork betrachtet, wird mir rechtgeben, wenn ich mich an die Kelley Family erinnert fühle. Aber so ganz abtun lässt sich das dritte Album der englischen Australierin nun auch wieder nicht, auch wenn es gelegentlich mit fiesem Streicher-Kitsch auffällt, ist „Woke Up“ an achter Stelle ein Song, der viel wieder herausreißen kann. Dieses langsam, verschleppte Grundgefühl, Streicher in Moll und eine zurückhaltend singende Emily Maguire. Aber am meisten gefällt mir die „kleine“ Gitarrenmelodie, die wohl gleichzeitig die Bridge darstellt. Der Rest bewegt sich zumeist zwischen guten Ansätzen und gewöhnlichen Folk-Standards, wie sie in den USA so gerne gehört werden. Bei noch einem „Woke Up“ würde mein Urteil schon anders ausfallen, denn dieser Song ist wirklich bemerkenswert.

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