Emanuel And The Fear – Listen

von Benjamin am 16. April 2010

in Musik!

Post image for Emanuel And The Fear – Listen

Zu viele Köche verderben den Brei, und zu viele Musiker das Album. Gälte diese Regel bei Emanuel And The Fear, so hätte bei „Listen“ nichts Anständiges herauskommen dürfen. Ist es aber doch. Zwar mit einigen Abstrichen und Minuspunkten, aber hey: bei dem Blumenstrauß an Songs fällt das nicht weiter ins Gewicht. Emanuel And The Fear bestehen aus einem Haufen Musiker, die alle ein anderes Instrument spielen und beherrschen: Klavier, Gitarre, Cello, Trompete, Posaune, Querflöte, Violine etc. Aber was bei dem Ganzen noch wichtiger ist: sie nehmen sich zurück! Größtenteils zumindest. Normalerweise hat man bei solchen Mammutprojekten das Problem, dass alle glauben sie kämen zu kurz und sich dann munter in jeden Song mit einmischen wollen. Das wird einem dann als abwechslungsreich verkauft, ist aber meistens nur nervig und Ergebnis von einem Haufen bedrohter und gekränkter Egos. Nicht so bei Emanuel And The Fear. Die Spannbreite der gemixten Genres reicht von Trip-Hop bis x-Jazz, von Singer-Songwriter (und das bei 11 Leuten!) bis incubus’schem Alternative-Rock. Manche Songs sind aber minimalistisch und ein bisschen karg, lassen Platz und können dadurch noch mehr überzeugen, wenn dann andere Bandmitglieder ihr Können mit einfließen lassen. Produziert ist das Ganze dann auch noch angenehm nah und druckvoll, keine Kaschierungen, kein ungerechtfertigter Pomp. Hier soll wohl eine Live-Qualität vermittelt werden, die einen sehr tighten Sound widerspiegelt.

Share Button

{ 1 Kommentar… read it below or add one }

1 otic April 16, 2010 um 11:11 Uhr

Echt tolle Platte! Und wie du schon sagst: eine der wenigen, die trotz Kollektiv-Größenwahn kein bisschen nervt.

Previous post:

Next post: