Element of Crime – Ringlokschuppen Bielefeld, 22.3.06

von Benjamin am 23. März 2006

in Feierlichkeiten

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Sven Regener und seine Band, endlich macht er wieder Musik. Und sein Weg führt auch nach OWL.

Die Vorband Home of the Lame sind eine Vorband aus dem Bilderbuch. Nette Unterhaltung. Langsame Rockmusik, englische Texte, unterhaltsame Ansagen, ein bisschen Kanibalismus im Publikum (sprich: Die Pärchen essen sich gegenseitig auf…). Musik zum Nebenbeihören und so unterhält man sich ein bisschen, bis sie kommen:

Element of Crime betreten zu viert die Bühne, was irgendwie eine kleine Enttäuschung ist. Früher haben sie mal zu fünft live gespielt und wenn dann zwischendurch drei Gitarristen auf der Bühne waren, dann war das schon ROCK!. Aber nun, mit vier Leuten, die ihre Instrumente beherrschen kann man auch großartige Musik machen. So fehlten halt Instrumente wie Akkordeon o.ä. die bei einigen Songs früher auch live zum Einsatz kamen. Von früher fehlten auch die Songs: Von den Alben „Damals hinterm Mond“ und „An einem Sonntag im April“ wurde kein Song gespielt. Wir wollen aber nicht meckern, denn EoC haben ja auch genügend geschrieben, um so einen Abend zu füllen.

Das neue Album „Mittelpunkt der Welt“ wurde komplett gespielt. Dazwischen fügten sich Hits wie „Jetzt musst du springen“, „Immer unter Strom“, „Bring den Vorschlaghammer mit“, „Seit der Himmel“, „Mehr als sie erlaubt“ und „Michaela sagt“ nahtlos ein. Zwischendurch wurde ein englischsprachiger Song aus der Frühphase der Band zum Besten gegeben (O-Ton Sven Regener: „Das wir das heute noch spielen können, das ist die Kraft der Musik“).

Die Band an sich beherrscht und liebt ihre Instrumente. Sven Regener bläst immernoch gern die Trompete und seine Ansagen sind kurzweilig bis witzig. Natürlich frisst ihm das Publikum aus der Hand. Und das sind die Momente in denen man sich wünscht, er hätte nie „Herr Lehmann“ und „Neue Vahr Süd“ geschrieben: Früher, so ist meine Empfindung, war ein EoC-Konzert intimer und es gab Platz für Stücke wie „Schwere See“. Das hätte in diese Setlist nicht gepasst und dafür ist der Ringlokschuppen auch zu groß.

Insgesamt war der Abend sehr kurzweilig. Und wenn die Band die Zuschauer mit „Across the universe“ von den Beatles in die Nacht entlässt, dann ist ihnen alles vergeben. Ein perfekter Abschluss eines guten Konzerts.

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