Element of Crime – Ringlokschuppen Bielefeld, 2.02.2010

von Benjamin am 8. Februar 2010

in Feierlichkeiten

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Element of Crime haben nach 4 Jahren wieder ein Album rausgebracht. Dazu muss ausführlich getourt werden. Der Bedarf ist da: Fast alle Konzerte sind ausverkauft, nur das in Bielefeld nicht. Ok, der Schneesturm erschwerte die An- und vor allem die Abreise, aber ansonsten gab es alles, was zu einem großartigen Konzertabend gehört.

Vor Element of Crime darf zunächst Florian Horwath mit seiner Band die Bühne betreten. Wie immer lässt es sich Sven Regener nicht nehmen, die Vorband anzukündigen. Er hat nicht zuviel versprochen: Florian Horwaths erster Song klingt als würden Velvet Underground Tom Petty covern. Zwischendurch wird es ein wenig ruhiger, wobei immer wieder Songelemente auftauchen, die dem poppigen Grundgerüst entgegengestellt sind. Florian Horwath hat auch schon mit Nina Persson ein Duett aufgenommen, das sagt wohl alles über die Qualität der Vorgruppe aus: sehr gut!

Element of Crime eröffnen ihr Set mit drei Songs vom aktuellen Longplayer „Immer da wo du bist bin ich nie“. Am Ende des Konzerts hat der Ringlokschuppen (fast) alle Tracks davon gehört. Dazwischen mischen sich von allen deutschsprachigen Alben der Band 1-3 Stücke, wobei in der Mitte des Auftritts drei englischsprachige Songs (u.a. „Don’t you smile“) aus der Frühphase der Band auftauchen. Element of Crime sind Profis und überlassen nichts dem Zufall. Das fällt aber nicht unangenehm auf, sondern ist positiv: Der Sound ist sehr gut abgemischt, Jakob Ilja ist ein Gitarrenmeister, zu Drummer Richard Pappik muss man nichts mehr sagen (er ist durch seine ganzen Nebenprojekte bekannt, unterstützte u.a. Florian Horwath), David Young zupft seinen Bass mit der gewohnten Ruhe und Virtuosität, der für diese Tour engagierte Geiger ist ob seiner Variabilität eine Bereicherung und Sven Regener lebt jede Sekunde des Auftritts mit. Zum Ende wurde auch an Zugaben nicht gespart und die Band enterte gleich viermal die Bühne. Meine ganz persönlichen Highlights des sehr guten Konzerts waren „Weißes Papier“, „Damals hinterm Mond“, „Schwere See“, „Du hast die Wahl“, „Kaffee und Karin“ sowie „Vier Stunden vor Elbe 1“.

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1 RockinBen Februar 8, 2010 um 20:25 Uhr

Sven Regener blogt über die Konzertreise auf den Seiten der Taz. Hier die beiden Links zu den Texten die um den Bielefelder Auftritt entstanden sind:
[URL=http://blogs.taz.de/maennermitspielplan/2010/02/02/die_internationale_genfood-mafia_benutzt_den_obstteller_eines_mittelklassenhotels_in_bielefeld_um_ihre_teuflischen_produkte_zu_testen/]Die internationale Genfoodmafia…[/URL] und [URL=http://blogs.taz.de/maennermitspielplan/2010/02/03/ostwestfalen_mon_amour/]Ostwestfalen, mon amour[/URL]

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