Electric Suicide Club – Electric Suicide Club EP

von Hififi am 1. Juni 2011

in Musik!

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Gleich die ersten Takte von „Wait A Minute“ geben ziemlich konkret Auskunft über die Darbietungsform aller sechs Songs auf der selbstbetiteln EP von Electric Suicide Club. Bloc Party, Test Icicles, Thunderbirds Are Now! und in schlechten Momenten Blink-182. Wenn wir es namentlich benennen wollen, ist der Opener (besagtes „Wait A Minute“) das Bloc Party-Stück und „Tower Bridge“ an zweiter Stelle prescht schön davon um sich vom Pop-Punk aus San Diego wieder einfangen zu lassen. Es ist fast ein wenig schade, wie schnell ein gutes Stück durch das folgende in Vergessenheit geraten kann, aber es geht ja so weiter mit den Songs Nummer drei („Don’t Wanna Go Back“) und vier („Bad Movie“). Die Test Icicles seien auch nur erwähnt, weil Morgan Oliveira und Rory Attwell gesanglich beide in die gleiche Kerbe schlagen, nur Attwell nebenbei bemerkenswert kompromissloses Zeug zustande brachte und es immer noch ein wenig schade ist, um den Londoner Indie-Core der Test Icicles. Mit viel Wohlwollen verorten wir zu guter Letzt „Rolling Depression“ in die Nähe des Thunderbirds Are Now!-Klangkosmos. Dafür sprechen etwaige Tempi-Wechsel, abgehackte Rhythmen und gerade einmal 2:24 Minuten Spielzeit. Aber dann doch lieber das Original, am Besten in Form von „Justamustache“.

Nach 18 Minuten und sechs Tracks findet „Electric Suicide Club“ sein jähes Ende, ohne gelangweilt zu haben. Aber es darf mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit angenommen werden, dass die zweite EP der Straßburger es beim zweiten Durchlauf tun würde. Also warum ein Risiko eingehen?

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