Efterklang – Magic Chairs

von Hififi am 19. Februar 2010

in Musik!

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Efterklang steht im Dänischen für Andenken, bzw. Nachhall, was sich hervorragend auf die Musik von Mads Brauer, Casper Clausen, Thomas Husmer und Rasmus Stolberg übertragen lässt, denn irgendwie unterliegt sie stets einer gewissen Traurigkeit, oder nennen wir es vorsichtshalber Melancholie. Was an „Magic Chairs“ aber zu jeder Zeit glücklich macht, sind die schwelgerischen Melodien, die zwar teilweise ausufern, aber doch immer wieder zum Ursprung zurückfinden und der heißt in diesem Fall gleichsam dem guten, alten Popsong zu huldigen, indem eine gewisse Minutengrenze nicht überschritten wird. Ganz offensichtlich sind Efterklang einer Selbstlimitierung erlegen, die ihnen und ihren Songs eigentlich nur gut tun kann und sie für ihre Hörer sehr viel nachvollziehbarer macht, als es noch auf den beiden Vorgängeralben der Fall war. Somit sind Gemeinsamkeiten selbst zu den mittlerweile unsterblichen Arcade Fire sicherlich herzustellen. Dass hier aber keine Missverständnisse aufkommen, denn Efterklang kultivieren auch auf diesem Werk ihren Hang zum Bombast, was sich an der opulenten Anzahl an Gastmusikern klar erkennen lässt, die so ziemlich alles an Instrumenten einbringen. Chöre und Streicher sind hierbei tatsächlich sogar nur die Essenz, die mit dem exaltiertem Gesang eines Casper Clausen flirten und für einigen Wiedererkennungswert sorgen. Hörenswert sind sicher alle der zehn Songs, obwohl sich sicher an „Magic Chairs“ die Geister scheiden werden. Zwei Hinweise, für die, denen diese Rezension bisher nicht recht weiterhelfen konnte: Efterklang danken im Booklet Grizzly Bear (keine allzu weit hergeholte Reminiszenz!) und passen hervorragend aufs Haldern Pop-Festival, für welches sie bereits seit Anfang des Jahres bestätigt sind.

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