Eerie Von's Spidercider – That's All There Is

von Sterereo am 24. September 2007

in Musik!

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Apfelwein aus Spinnen. „Hangman“ aufm Cover. Eerie Von hat seit seinen Samhain- und Danzig-Tagen eigentlich nichts weiter getan als mit Kunstblut, klebriger Tolle und irgendwie lärmender Musik auf sich aufmerksam zu machen und kann auch in den Vierzigern nichts anderes. Mittlerweile ist der Typ von allen guten Bandmitgliedern verlassen und versucht alleine sein Glück mit Apfelmost.

Diese ganze „Spidercider“ Geschichte ist wohl so ein Versuch die guten alten Punkrocktage wieder auszubuddeln. Dabei wird alles, was damals funktioniert hat eins zu eins kopiert, bis es nur noch nach den Ramones klingt. Kurze Songs, knackig auf den Punkt. Dazu ein wenig hallender Gesang und nach drei Minuten ist der Spuk meist vorbei. Ein Stück herauszuheben wäre so, als ob man sich zwischen zwei Mascara-Stifen entscheiden müsste. Sie malen alle schwarz. Dabei hat sich Eerie Von auf seinen Solopfaden etwas von seinen Gruftifreunden losgesagt und bedient rigoros die Altherrenpunkschiene.

Wenn schon Solo, dann aber bitte richtig, muss sich der Ex-Bassist von Danzig gedacht haben. Eerie hat sämtliche Songs alleine komponiert, eingespielt, gesungen, produziert und abgemischt hat. Die Drums allerdings, so klingt das Ganze, nur einmal.

Wer noch mal die Toten der angestaubte Punkzeiten heraufbeschwören möchte, darf dies mit dem Gothicväterchen Eerie Von tun. Alle anderen greifen lieber zu den Ramones, wenn sie die rührselige Nostalgie übermannt. Auf diesen lauen Aufguss der längst vergangenen Punkära hat wohl niemand mehr wirklich gewartet, außer vielleicht ein paar ewig gestrige…

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