Eels – Tomorrow Morning

von Benjamin am 16. August 2010

in Musik!

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Die Eels schon wieder. Nachdem Mark Oliver Everett aka E sich – auch auf Grund der privaten Schicksalsschläge – einige Jahre keine neue Musik veröffentlichte, legt er mit „Tomorrow Morning“ das dritte Album innerhalb von 16 Monaten vor. Es gibt auch hier den typischen Eels Sound, diesmal mit dem Fokus auf Elektrospielereien.

Die Triologie aus „Hombre Lobo“, „End Times“ und „Tomorrow Morning“ ist also nun komplett. War „Hombre Lobo“ noch vom (gerockten) Blues geprägt, war „End Times“ eher ruhig und bestach durch akustische Instrumente, so ist „Tomorrow Morning“ nun mit Keyboards, Loops, Drum Machines, Samples usw. gefüllt. Das E auch das beherrscht, hat er auf früheren Alben gezeigt (man erinnere „Susan’s House“ auf „Beautiful Freak“). Die Triologie trennt die drei musikalischen Bereiche des Eels-Kosmos und bannt jeden auf ein Album. Auf „Hombre Lobo“ und „End Times“ funktionierte es gut, bei „Tomorrow Morning“ auch. Eine Komponente wurde aber dem Album aber noch hinzugefügt: hoffnungsvolle Melodie und Texte. So ist es zum Beispiel schwierig, sich vorzustellen, dass E Songs wie „Baby Loves Me“, „Spectacular Girl“ oder „Oh So Lovely“ aufnimmt, die eine positive Grundstimmung haben. Sie gehen ins Ohr und bleiben da, nerven aber nicht mit Fröhlichkeit, sondern stecken an. Die geloopte Gitarre bei „Baby Loves Me“, dazu die Drummachine und das fast rausgebrüllte „My Baby loves me“ während der Rest des Textes (durch eine Flüstertüte?) eher erzählt als gesungen wird. Der Song rockt. Andere wie „The Morning“ sind ruhig, bedächtig und erfreuen sich an kleinen Dingen. Selbst wenn E sich mit Understatement singend beschreibt wie in „What I Have To Offer“, dann ist das ein Liebeslied, das keine schlechte Gedanken hinterlässt. Mark Oliver Everett hat es also wieder geschafft, ein großartiges Album aufzunehmen. Die Eels schon wieder!

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