Eels – End Times

von Benjamin am 21. Januar 2010

in Musik!

E alias Mark Everett bringt sein achtes Studioalbum heraus. Es sind erst sechs Monate nach dem letzten („Hombre Lobo“) vergangen, davor gab es jedoch eine Pause von 4 Jahren. Die Eels wollen mit der kürzesten Veröffentlichungsspanne andeuten, dass die Fans nie wieder vier Jahre auf ein neues Studioalbum warten sollen. Wer nun erwartet, dass die Songs ob der kurzen Zeit schlechter sind als gewöhnlich, der behält Unrecht.

Eine Änderung zu „Hombre Lobo“ gibt es doch: Waren die Texte jenes Albums aus der Perspektive eines fiktionalen Charakters geschrieben, so wird es auf „End Times“ wieder subjektiver und persönlicher. Ansonsten schwebt das Album zwischen den Polen ruhiger, melancholischer Songs und schnellerem Blues. Wobei letzerer ein wenig zurücksteht und so richtig nur in „Gone Man“, „Paradise Blues“ und mit Abstrichen in „Unhinged“ hervorkommt. Die ruhigen Nummer dominieren und irgendwie wirken sie noch zurückgenommener als sonst. Hat Mark Everett auf früheren Alben den Tod seiner nächsten Verwandten thematisiert, so verarbeitet er auf „End Times“ den Verlust der Liebe. Die Texte handeln demnach auf häufig vom Vermissen, aber auch darüber hinaus von der Veränderung der Welt an sich: Nowadays you go for a walk/ Better not stop and wave or say hello/ Just as soon people will spit/ Give you shit just for looking at them/ And walking too slow heißt es in „Nowadays“. Auch wenn die Welt schlechter wird, die Musik von Mark Everett bleibt großartig.

Share Button

{ 1 Kommentar… read it below or add one }

1 Hififi Februar 10, 2010 um 01:28 Uhr

Ich habe ihn noch nie so traurig/ verzweifelt gehört wie „Numbered Days“ von der „Shootananny“, eigentlich habe ich geglaubt, dass keine Steigerung möglich ist, aber seine Bio zu lesen, war herzzerißend. Aber Blues bleibt Blues, und den hat er auf „Shootannany“ das erste Mal auf die Hörer losgelassen.

Previous post:

Next post: